Persönlichkeiten
Inhaltsverzeichnis
- Nero Claudius Drusus
- Agrippina die Jüngere
1. Nero Claudius Drusus
(* 14. Januar 38 v. Chr. in Rom, + 14. September 9 v. Chr. irgendwo zwischen der Saale und dem Rhein; beigesetzt wurde er in Rom)
Drusus hatte einen um vier Jahre älteren Bruder, den späteren Kaiser Tiberius. Beide waren die Söhne von Tiberius Claudius Nero und Livia Drusilla. Während der zweiten Schwangerschaft zwang Kaiser Augustus die Eltern zur Scheidung, weil er selbst Livia Drusilla heiraten wollte. Drei Monate nach der Hochzeit kam dann Drusus zur Welt. Der Stiefvater der Beiden, Kaiser Augustus, bevorzugte Drusus. Dennoch erhielten beide die beste Ausbildung, die man sich denken kann. Schon in jungen Jahren übernahmen sie wichtige politische und militärische Aufgaben.
Im Jahr 15 v. Chr. unterwarfen Tiberius und Drusus als Befehlshaber römischer Legionen erfolgreich die schwer zu erschließenden Alpen und das Alpenvorland bis zur Donau. Durch ihren Erfolg erhielt das Römische Reich eine neue Provinz, die sie ‚Rätien‘ nannten. Schon zwei Jahre später wurde Drusus Statthalter der drei gallischen Provinzen. Damit war er für ein sehr großes Gebiet, das das heutige Frankreich, Belgien, die Niederlande und das linksrheinische Deutschland umfasste, zuständig. Sein Amtssitz war Lyon.
Kaiser Augustus wollte zunächst den nordöstlichen Abschnitt der Grenze des römischen Reiches sichern und die rechtsrheinischen Gebiete bis hin zur Elbe militärisch und politisch kontrollieren. Umgehend ordnete Drusus den Bau eines Kanals zwischen dem Rhein und der Zuiderzee an, damit die am Rhein stationierte römische Flotte schneller die Nordsee erreichen konnte. Mit gerade einmal 25 Jahren ließ er ab dem Jahre 13 v. Chr. das linke Rheinufer mit 50 Kastellen befestigen. Besonderen Wert legte er auf die Legionslager in Mainz und Xanten. In Mainz ließ er ein großes Lager für zwei Legionen errichten. Neben den 12.000 Legionären musste das Lager auch noch Hilfstruppen aufnehmen können. Besonders geeignet erschien ihm die Anhöhe gegenüber der Mainmündung. Das Lager nannte er nach dem keltischen Gott Mogon Mogantiacum.
Um keine Zeit zu verlieren, wurde hinter einem Graben ein Erdwallaufgeschüttet und mit Palisaden versehen. Dieser Wall umfasste das Gebiet der heutigen Universitätskliniken bis hin zur heutigen Kupferbergterrasse. Die Unterkünfte waren zunächst sehr einfach; der Bau steinerner Kasernen musste warten. Aber Lazarett, Magazine, Stallungen für die Pferde, Werkstätten und Verwaltungsgebäude ließ Drusus von Anfang an aus Stein errichten. Unterhalb des Lagers bildeten sich schnell kleine Siedlungen – sog. Canabae legionis – mit Geschäften, Werkstätten und Tavernen. Neben Händlern und Handwerkern zogen in diese Siedlung auch einige Familien der Legionäre. Hier drückte Drusus ein Auge zu, weil die Legionäre offiziell ledig bleiben mussten.
In den folgenden Jahren führte Drusus insgesamt drei Feldzüge gegen die Germanen; zunächst gegen die aufständischen Friesen und im Jahr darauf gegen die an der Lippe siedelnden Sugambrer und andere Stämme. Bei diesem Feldzug stießen seine Legionen bis zur Weser vor. Im Spätherbst mussten sie sich allerdings wieder zurückziehen – jedoch nicht wegen der Cherusker, in deren Gebiet sie sich befanden, sondern aufgrund ernsthafter Versorgungsprobleme. Seine ca. 30.000 Legionäre und eine noch größere Anzahl von Hilfstruppen waren auf den Nachschub von der linken Rheinseite angewiesen. Die Römer sahen ihre militärische Überlegenheit gefährdet, da sie offensichtlich nicht in der Lage waren, während des Feldzuges jederzeit Verpflegung, Waffen und Kleidung für eine so große Armee zu beschaffen.
Also ordnete Drusus an, dass in Germanien schnellstens befestigte Lager errichtet werden sollten, in denen Proviant gespeichert werden konnte. So wurden z. B. in dem römischen Lager in Rödgen in der Wetterau große Lagerhäuser errichtet, in denen mehr als 60.000 Zentner Getreide gespeichert werden konnten. Im Jahre 10 v. Chr. reiste Drusus nach Rom, um dort zum Konsul ernannt zu werden. Übrigens: Das Reisen auf den gut ausgebauten Straßen im römischen Reich war recht angenehm.
Als er nach Mainz zurückkam, waren die Vorbereitungen für den dritten Germanien-Feldzug bereits abgeschlossen. Bei diesem Feldzug erreichten die Römer unter Drusus die Elbe. Die Nachschublager in der Etappe hatten sich bestens bewährt. Aber beim Rückmarsch scheute das Pferd und warf Drusus ab. Bei dem Sturz wurde er so stark verletzt, dass er auf einer Trage transportiert werden musste. Die Ärzte konnten die Entzündung seines gebrochenen Beines nicht heilen. Auf dem Weg nach Mogontiacum erlag er am 14. September 9 v. Chr. seinen Verletzungen. Sein Bruder Tiberius eilte, als er von dem Tod seines Bruders erfuhr, sofort nach Mainz und leitete einen imposanten Trauerzug bis Pavia. Von dort begleitete Kaiser Augustus selbst den Trauerzug bis Rom. Beigesetzt wurde Drusus mit allen Ehren im Mausoleum des Kaisers.
In Mainz haben die Legionen ihrem beliebten Feldherrn ein Denkmal errichtet – den Drususstein. [Anm. 1] Die Reste dieses gewaltigen Turmes kann man heute noch in der Zitadelle sehen. Am Drususstein haben sich in den folgenden Jahrhunderten – einmal im Jahr zum Gedenken an Drusus – Abordnungen der in Gallien und Germanien stationierten Legionen getroffen. Für diese Gedenkfeiern wurde in Mainz das größte Bühnentheater nördlich der Alpen errichtet.
2. Agrippina die Jüngere
Agrippina die Jüngere, auch Iulia Agrippina, gilt als Stadtgründerin von Köln. Ihre Bedeutung für die Stadtgeschichte verdeutlicht die 1989 übergebene Statue auf dem Rathausturm (Bildhauer: Heribert Calleen). Ihr Name schmückt eine Uferstraße und eine Werft. Eine Versicherung gründete sich 1844 mit ihrem Namen. Die Liste ihrer Spuren in Köln ließe sich erweitern. Der römische Autor Sueton (um 70-130/140) sagte über sie, sie sei ein „heftiges und herrschsüchtiges Weib" gewesen, Tacitus (um 58-um 120) beschrieb sie als „entbrannt in völligem Verlangen nach Schreckensherrschaft". Am Ende befahl ihr eigener Sohn ihren Tod.
Am 6. November vermutlich 15 nach Christus wurde Agrippina die Jüngere im Zentralort des Germanenstammes der Ubier, dem oppidum Ubiorum, dem heutigen Köln, geboren. Sie war in direkter Abstammung Urenkelin des vergöttlichten Augustus (27 vor Christus-14 nach Christus), über das dynastische Instrument der Adoption Enkelin des amtierenden Kaisers Tiberius (Regierungszeit 14-37). Ihr Vater war Germanicus Iulius Caesar (15 vor Christus-19 nach Christus) Adoptivsohn und Neffe des Tiberius, der wiederum über eine natürliche Verbindung zu Augustus verfügte: seine leibliche Mutter Antonia die Jüngere (36 vor Christus-37 nach Christus) war eine Nichte des Augustus. Agrippina wurde also in höchste herrschaftliche Kreise hineingeboren.
Als Agrippina zur Welt kam, befand sich Germanicus mit seiner Familie am Rhein, wohin ihn Augustus im Jahr 12 hin beordert hatte. Er führte militärische Strafaktionen östlich des Flusses durch und versuchte das im Jahr 9 verlorene Terrain in mehreren Kampagnen zurück zu erobern. Das oppidum Ubiorum beherbergte derweil seine hochschwangere Frau Agrippina die Ältere (14 vor Christus-33 nach Christus) und seinen kleinen Sohn, den späteren Kaiser Caligula (Regierungszeit 37-41). Nicht lange nach der Geburt Agrippinas beendete Kaiser Tiberius die Unternehmungen östlich des Rheins und berief Germanicus zurück. Agrippina kehrte niemals in ihre Geburtsstadt zurück.
Im Jahre 28, als Agrippina zwölf oder 13 Jahre alt war, verheiratete sie Tiberius mit Gnaeus Domitius Ahenobarbus (gestorben 40). Dieser gehörte zum erweiterten Kreis der Familie, und so stellte die Heirat ein Mittel dar, Familienstränge zusammenzuführen und die Anzahl der möglichen Anwärter auf die Macht zu begrenzen. Die Herrschaft des Tiberius war mit Tragödien im engsten Familienkreis Agrippinas verbunden. Ihr Vater Germanicus erhielt einen Sonderauftrag im Osten des Reiches: Syrien, Iudäa und weitere Provinzen wurden ihm unterstellt. Im Jahre 19 verstarb er plötzlich unter nie geklärten Umständen. Seine Gattin Agrippina die Ältere vermutete einen Giftanschlag durch den Statthalter von Syrien, Gnaeus Calpurnius Piso (gestorben 20) und verdächtigte indirekt den Kaiser selbst, der zu Piso ein freundschaftliches Verhältnis pflegte. Ein Verfahren vor dem Senat entlastete Calpurnius Piso; Agrippina die Ältere jedoch wurde im Jahr 29 auf die Insel Pandateria verbannt, wo sie 33 den Hungertod wählte. Dies blieb jedoch nicht der einzige Schicksalsschlag in der Jugend Agrippinas der Jüngeren. Bis 33 verlor sie zwei ihrer Brüder, unter anderem Drusus Caesar (gestorben 33), als Opfer der gefährlichen politischen Lage unter Tiberius.
Der Tod des Kaisers im Jahre 37 brachte eine Wende für Agrippina. Der drei bis vier Jahre ältere verbliebene Bruder wurde zum Nachfolger gekürt. Caligula hob seine drei Schwestern, neben Agrippa waren dies Drusilla und Livilla (18-42), ehrend hervor. Er ließ sogar Münzen mit ihnen in Gestalt von Göttinnen prägen. Am 15.12.37 brachte Agrippina einen Sohn zur Welt: Lucius Domitius Ahenobarbus, besser bekannt als der spätere Kaiser Nero (Regierungszeit 54-68). Das Verhältnis zu ihrem Bruder muss sich in der Folgezeit grundsätzlich geändert haben.
Im Jahre 39 beteiligte sie sich an einer Verschwörung gegen Caligula, die jedoch aufgedeckt wurde. Der Mann ihrer Schwester Drusilla, Marcus Aemilius Lepidus (6-39), mit dem sie ein Verhältnis hatte, wurde neben weiteren Beteiligten beseitigt. Von ihrem eigenen Gatten ist in diesem Zusammenhang nichts überliefert. Er starb Anfang des Jahres 40. Offensichtlich war er bereits längere Zeit vorher krank gewesen. Agrippina wurde gezwungen, die Asche „ihres" Lepidus nach Rom zu bringen, wie einst ihre Mutter die Asche des Germanicus aus Syrien überführt hatte. In letzterem Falle jedoch freiwillig.
Als Folge der Verschwörung wurde Agrippina auf die Pontischen Inseln verbannt, ihre Güter wurden eingezogen. Auch in diesem Punkt schien sie das gleiche Schicksal zu ereilen wie ihre Mutter, doch es sollte überraschend anders kommen. Am 24.1.41 wurde Caligula umgebracht. Unerwartet wählten die Prätorianer Claudius zum Kaiser (Regierungszeit 41-54). Agrippina war seine Nichte. Er ließ die Verbannte zurückkehren und stattete sie mit ihrem Vermögen aus. Auf der Suche nach einem gesellschaftlich einflussreichen Ehemann heiratete sie den Senator C. Sallustius Crispus Passienus (gestorben 47/48), der 44 zum zweiten Mal das Konsulat bekleidete, aber bald darauf starb. Dabei bleibt unklar, ob Agrippina ihn möglicherweise ermordet hat, wie später überliefert wurde. Jedenfalls erbte sie ein großes Vermögen und war zu jenem Zeitpunkt im Jahre 48 Witwe, als Claudius nach der Hinrichtung seiner Gattin Messalina (um 20-48) frei für eine neue Bindung war. In der Aristokratie begann ein Werben um die vakante Stelle der Kaisergemahlin, wobei Agrippina selbst ein nicht zu unterschätzender Machtfaktor war, da sie im Gegensatz zu Claudius in direkter verwandtschaftlicher Linie zum Gründer des Prinzipats stand. Sie war Vertreterin der machtvollsten Familien Roms und als solche ein unabhängiges Machtzentrum. Dies mussten die Berater um Claudius abwägen. Agrippina selbst war hungrig nach Macht und gewillt, den familiären Anspruch geltend zu machen. Sie setzte sich durch und wurde Kaiserin, wobei das Verbot einer Heirat zwischen Onkel und Nichte kein Hindernis bildete. Diese Regelung wurde durch einen Senatsbeschluss rasch beseitigt.
Die Heirat zwischen Claudius und Agrippina fand Anfang des Jahres 49 statt. Damit war sie im Schaltzentrum der Macht angekommen; es reichte ihr jedoch nicht, die Gemahlin des Kaisers zu sein, und ihren Einfluss über Claudius wirken zu lassen, ihr Machthunger ging darüber hinaus. Wie an den Münzprägungen der Zeit abzulesen ist, wollte sie sich eine Position schaffen, in der sie direkt Macht ausüben konnte – und dies, obwohl sie formal lediglich die Gattin des Kaisers war. Sie verfügte über keine staatsrechtlichen Zuständigkeiten und konnte solche Kompetenzen auch nie erlangen, da es die Position einer Kaiserin im rechtlichen Sinne nicht gab und Frauen von der Politik ausgeschlossen waren. Dennoch verschaffte sie sich eine politische Machtposition: Als erste Frau erhielt sie zu Lebzeiten ihres Mannes den ehrenden Namensbestandteil Augusta und wurde schon dadurch besonders hervorgehoben. Auch nach außen hin stellte sie ihre Position über prunkvolle Kleidung heraus. Ihr Porträt auf Münzen verrät ihren Einfluss bei Kaiser und Senat. Über den kaiserlichen Freigelassenen Pallas (gestorben 62), der Fürsprecher ihrer Heirat mit Claudius und enger kaiserlicher Berater war, hatte sie Zugriff auf die Staatsfinanzen, über Prozesse und Morde vermehrte sie ihr eigenes Vermögen. Bei offiziellen Anlässen war sie stets – scheinbar gleichberechtigt – an der Seite von Claudius zu finden. Auch faktisch vergrößerte sie ihren Einfluss: Sie setzte durch, dass ihr Sohn Domitius Ahernobarbus (Nero) von Claudius adoptiert wurde. Claudius hatte einen eigenen Sohn aus der Ehe mit Messalina namens Britannicus (41-55), der zunächst als Erbe und Nachfolger vorgesehen war; nun wurde ihm der ältere Nero an die Seite gestellt. Dabei beließ es Agrippina jedoch nicht.
In den Provinzen suchte sie ebenfalls Einfluss zu gewinnen. Auf ihre Initiative hin wurde im Jahre 50 der Zentralort der Ubier im Rechtsstatus zu einer Colonia erhöht. Damit wurde die Gattin des Claudius zur „Stadtgründerin" von Köln. Zu dieser Zeit bedeutete eine solche Gründung die Ansiedlung von römischen Bürgern, zumeist Veteranen der Legionen; infolge des daraus resultierenden Kulturtransfers hatte die einheimische Oberschicht in Köln schon längst römische Sitten angenommen und war mit dem römischen Bürgerrecht ausgestattet worden. Köln wurde zum Abbild Roms in der Fremde mit Stadtrat, zwei Bürgermeistern und weiteren Magistraten. Dies alles war in einem Stadtgesetz festgelegt, das offiziell für Köln erlassen wurde. Die Beweggründe für die Auszeichnung ihrer Geburtsstadt sind jedoch nicht in einer emotionalen Verbundenheit zu suchen, sondern sie stellte sich damit gleichberechtigt an die Seite des Kaisers, der seine Geburtsstadt Lyon bereits vorher zur Colonia erhoben hatte. Beide Städte waren kultischer und administrativer Mittelpunkt. Zudem demonstrierte Agrippina mit der Erhebung Kölns zur Colonia ihr Durchsetzungsvermögen in der Provinz.
Auf dem Höhepunkt ihrer Macht bereitete sie ihrem Sohn den Weg zur Kaiserherrschaft. Claudius hob ihn öffentlich gegenüber seinem eigenen Sohn hervor. Ziel gerichtet verfolgte Agrippina den Plan, über ihren Sohn im Reich zu herrschen. Sie hatte sich mittlerweile im Kaiserhaus und im Militär ein Netzwerk geschaffen, das sie unangreifbar erscheinen ließ. Potentielle Widersacherinnen und Widersacher wurden beseitigt, wozu schließlich auch ihr Mann Claudius gehörte, der – vergiftet von Agrippina – am 13.10.54 starb. Doch der Erfolg war nur von kurzer Dauer; bald schon begann ihr Stern zu sinken. Im Jahre 55 kam es zum Bruch mit ihrem Sohn, Kaiser Nero. Die erste Losung an die Soldaten hatte optima mater (die beste aller Mütter oder die vortrefflichste Mutter) gelautet und damit verdeutlicht, wem Nero die Macht zu verdanken hatte. Faktisch führte sie auch zunächst die Regentschaft für den 17-jährigen. Doch schon bald emanzipierte sich dieser von seiner Mutter und deren Umfeld. Längst war eine Grenze überschritten, weil in der römischen Gesellschaft eine direkte Ausübung von Macht für Frauen unvorstellbar erschien. Als Agrippina diese Entwicklung aufhalten wollte, bewirkte sie das Gegenteil. Schritt für Schritt entzog Nero ihr die Privilegien wie eine eigene Leibgarde oder die Residenz im kaiserlichen Palast. Viele Gegnerinnen und Gegner wagten sich nun aus der Deckung.
Im Jahre 59 fand Agrippina ein gewaltsames Ende. Nero entschloss sich, seine Mutter beseitigen zu lassen, was jedoch zunächst misslang. Ein präpariertes Schiff sollte sie nach einer Versöhnungsfeier mit ihrem Sohn zu ihrer Villa nach Baiae, dem heutigen Bacoli, bringen und auf dem Weg dorthin auf offener See sinken. Das fingierte Schiffsunglück geschah verspätet in Ufernähe, so dass sich Agrippina verletzt an die Küste retten konnte. Daraufhin befahl Nero den offenen Mord, der von Flottensoldaten ausgeführt wurde. Ihr Leichnam wurde verbrannt und auf ihrem Landgut beigesetzt. Das Andenken an Agrippina wurde offiziell getilgt, ihr Geburtstag zum Unglückstag erklärt. Und doch reicht ihre Wirkung, insbesondere in der von ihr gegründeten Stadt, ungebrochen bis heute.
Verlinkungen:
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Quellen:
Internetquellen
-> https://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/aufsaetze/stumme-drusus.html, zuletzt geprüft am 24.07.2026.
-> Schmitz, Dirk, Agrippina die Jüngere, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/agrippina-die-juengere/DE-2086/lido/57a9dcf66c7362.93193527 (abgerufen am 24.07.2026)
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Sekundärliteratur
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