# Tiberius (14-37)

#### Übersicht/Zusammenfassung

#### Inhaltsverzeichnis

1\. Arminius gegen Germanicus. Duell an der Weser.

##### 1. Arminius gegen Germanicus. Duell an der Weser.

Mitten im freien Germanien prallen zwei entschlossene Kriegsherren aufeinander, deren Rivalität die Geschichte nachhaltig prägen wird: 16 n. Chr. treffen sich der Cheruskerfürst Arminius und der designierte römische Kaiser Germanicus mit ihren Truppen an der Weser zur Schlacht. Es ist der Höhepunkt eines zähen Ringens, das über nicht weniger als die Zukunft der gesamten Region zwischen Rhein und Elbe entscheidet

[![401c0d2c-73f8-466c-a28b-95dc78f79021.jpg](https://wiki.pickablue.info/uploads/images/gallery/2026-04/scaled-1680-/401c0d2c-73f8-466c-a28b-95dc78f79021.jpg)](https://wiki.pickablue.info/uploads/images/gallery/2026-04/401c0d2c-73f8-466c-a28b-95dc78f79021.jpg)

<figure class="no-tts no-tts wp-block-image article-in-image photo" id="bkmrk-am-ehrenmal-f%C3%BCr-den-"><figcaption class="no-tts no-tts wp-element-caption">AM EHRENMAL für den gefallenen römischen Feldherrn Drusus bei Mainz schwört Germanicus seine Männer auf den Krieg ein. Ob er seine Ansprache 15 n. Chr. wirklich hier gehalten hat, ist unbekannt, aber nicht unwahrscheinlich ILLUSTRATIONEN: Timo Zett exklusiv für GEOEPOCHE</figcaption></figure>Manchmal entscheidet sich, fast wie in einem melodramatischen Roman, die Zukunft ganzer Völker im Duell zweier Menschen. Vor 2000 Jahren fechten mitten in Europa jedenfalls zwei Männer einen Kampf aus, der unsere Zivilisation bis heute mitbestimmt. Auf der einen Seite tritt Germanicus Iulius Tiberii filius Augusti nepos divi pronepos Caesar auf die historische Bühne, der designierte Kaiser Roms. Ihm entgegen steht der Cheruskerfürst Arminius, der sich – so hat es jedenfalls zeitweilig den Anschein – zum König über alle Germanen aufschwingen will. Kaiser gegen König, Rom gegen Germanien, Germanicus gegen Arminius: Am Ende wird für beide Kontrahenten der Tod schneller sein als ihre Erhebung auf den Thron. Und doch entscheidet das Ringen dieser Todgeweihten das Schicksal Germaniens. Dabei haben die beiden Kontrahenten einiges gemeinsam. Arminius wird 19 v. Chr. geboren, oder vielleicht 18 oder 16 v. Chr. Schon das genaue Jahr kennt niemand, denn das wenige, was man heute über Arminius weiß, haben seine späteren Feinde überliefert, die Römer. „Arminius“ ist möglicherweise die lateinische Version eines germanischen Namens, möglicherweise auch nicht. (Dass er eigentlich „Hermann“ heiße, ist eine Erfindung der Neuzeit.)

Kein Bildnis von ihm hat die Zeiten überdauert, seine Angehörigen sind bloße Schatten: Segimer ist der Vater, ein vermutlich jüngerer Bruder wird von den Römern Flavus genannt, von der Mutter kennt man nicht einmal einen Namen. Sein Charakter? Ein Kämpfer ist er und ein brillanter Stratege, das werden die Ereignisse zeigen, ehrgeizig auf jeden Fall, grausam vielleicht auch, ganz sicher charismatisch. Er wird in eine archaische, aber keinesfalls stabile Welt hineingeboren. Die Cherusker leben westlich und östlich der Weser, ein schroffes, schwer zugängliches Land: Bergrücken, Flüsse mit sumpfigen Ufern, Moore, schier endlose Wälder. Sie zählen wohl einige Zehntausend Seelen, Bauern, die in Dörfern oder Gehöften inmitten der Wildnis leben. Keine Städte, keine Brücken, keine Straßen. Man braucht Tage, um ein paar Dutzend Kilometer durch dieses Land zu reisen, und zwischen Herbst und Frühjahr ist es für größere Verbände praktisch unpassierbar.

Chauken, Angrivarier, Friesen und weitere Stämme siedeln einige Tages- oder Wochenreisen entfernt. In Lebensweise, auch in Sprache und Religion sind sie sich ähnlich. Aber es gibt kein „Germanien“ als Reich, nicht einmal den Traum davon: Jeder Stamm lebt für sich, oft genug sind Nachbarn verfeindet und verheeren das Land mit Raubzügen. Und selbst innerhalb eines Stammes ist längst nicht ausgemacht, wer eigentlich herrscht.

„Fürsten“ nennen die Römer die führenden Germanen in Ermangelung eines besseren Begriffs, und so werden sie noch heute in der Forschung bezeichnet. Doch darf man sich darunter keine Adeligen in Burgen vorstellen, mit stolzem Titel und fest umrissenem Territorium. Eher sind es Warlords, die durch Tollkühnheit und Geschick in Raubzügen Beute machen und so eine Gefolgschaft entschlossener Krieger um sich scharen. Der Vater des Arminius ist so ein „Fürst“, und der Sohn folgt ihm. Allerdings ist diese traditionelle Gesellschaft in den Sog Roms geraten. Als Arminius geboren wird, stehen die Römer bereits seit 30 Jahren am Rhein, der Strom ist jetzt Teil der Nordgrenze des Imperiums. Einige Germanenstämme, die Ubier etwa, haben sich bereits dem fernen Kaiser unterworfen, handeln mit den Römern, leben in römischen Siedlungen, kleiden sich gar schon wie Römer.

Auch die Cherusker schließen im Jahr 4 n. Chr. einen Vertrag mit dem mächtigen Nachbarn. Fortan sind sie *gens foederata* Roms, ein „verbündetes Volk“. Sie stellen Hilfstruppen für dessen Armee – und so kommt der Warlord Arminius als Anführer eines bewaffneten Germanenhaufens zu den Legionen. Viele Details sind nicht überliefert, auch wenn man sie hier wirklich gerne wüsste. Da findet sich ein junger Krieger aus den Wäldern Germaniens plötzlich in der mächtigsten Kriegsmaschine des Zeitalters wieder: Tausende gedrillte Soldaten, Befehl und Gehorsam, in Großserie geschmiedete Waffen, präzise Manöver, Märsche, Schlachtordnungen. Selbst ein simples Marschlager, das eine vorrückende Legion für eine einzige Nacht aus dem Boden stampft, mit Wall, Toren, schachbrettartigen Wegen, ist beeindruckender als alle Siedlungen, die die Cherusker je errichtet haben.

Arminius und sein Bruder Flavus machen mindestens drei Jahre lang Feldzüge östlich des Rheins mit, in denen Nachbarstämme der Cherusker unterworfen werden, kämpfen vielleicht auch – die Quellen sind wieder uneindeutig – in Pannonien, dem heutigen Ostösterreich und Westungarn. Der römische Chronist Velleius Paterculus, selbst Offizier, lernt Arminius dabei kennen. Dieser Augenzeuge beschreibt ihn als „jungen Mann, an Herkunft edel, im Kampf tapfer, im Denken schnell, der das Feuer seines Geistes in Miene und Blick verriet“. Arminius reift zum Truppenführer, der selbst in der kampferprobten römischen Armee auffällt.

Spätestens 9 n. Chr. jedoch verlässt Arminius das Heer und eilt in die Heimat zurück. Weshalb, ist nicht sicher; womöglich will er das Erbe des Vaters antreten. Die Cherusker sind ja bereits Roms Verbündete, Arminius ist nun ein militärisch erfahrener und in Teilen des eigenen Volks anerkannter Anführer – er wäre der ideale Mann, um dem Kaiser zu helfen, dass die Cherusker den Weg der Ubier gehen, Städte gründen, wohlhabend werden, vom Luxus der römischen Zivilisation profitieren – und Steuern zahlen. Doch Arminius entscheidet sich für das genaue Gegenteil.

Die Berichte der antiken Chronisten geben keine überzeugende Antwort auf die Frage, warum der Mann, der eben noch mit den Legionen kämpfte, sich nun plötzlich gegen sie stellt.

> Die CHERUSKER sind eigentlich VERBÜNDETE ROMS

Ist Arminius enttäuscht oder gedemütigt worden? Oder hat ihn das Schicksal der bereits von Rom niedergeworfenen Völker schockiert? Oder: Will Arminius die Römer aus dem freien Germanien heraushalten, damit er selbst über die Germanen herrschen kann? Hat er sich vom Kaiser Augustus inspirieren lassen?

Wenn ein Mann über ein Weltreich vom Nil bis zum Rhein herrscht, dann kann ein anderer Mann doch auch über das Land zwischen Rhein und Elbe herrschen? Denkt Arminius nach drei Jahren in Roms Diensten nicht länger wie ein cheruskischer Räuberhauptmann, sondern wie ein Möchtegern-Imperator? Sieht er sich als den Germanen, der alle Germanen vereint? Pure Spekulation. Sicher ist jedenfalls, dass Arminius spätestens 9 n. Chr. heimlich den Krieg gegen Rom plant. Allerdings kann er sich dabei nicht auf alle seine Leute verlassen. Der Bruder Flavus ist in der römischen Armee geblieben. Und romtreue Cherusker um den einflussreichen Führer Segestes weigern sich, seine Aufstandspläne zu unterstützen. Arminius, der Mann, der davon träumt, das Imperium herauszufordern, ist nicht einmal im eigenen Stamm sicher.

**UND GENAUSO MAG ES** bei seinem zukünftigen Gegner sein: Auch Germanicus ist wohl ein Mann, der den Krieg plant, aber seinen eigenen Leuten nicht den Rücken zuwenden kann. Doch von ihm weiß man viel mehr: Geboren ist er am 24. Mai 15 v. Chr., sein Porträt ist auf zahllosen Münzen und als Marmorskulptur erhalten. Ein junger Mann mit ebenmäßigen Zügen, sein Biograf Sueton rühmt an ihm die Eloquenz im Lateinischen und Griechischen, seine Gelehrsamkeit, Schönheit, Tapferkeit, Liebenswürdigkeit – ganz sicher ist er, wie Arminius, charismatisch. Und mehr noch als Arminius, auch das wird die Zukunft zeigen, liebt er den Kampf, scheut nicht Massaker, hat einen fatalen Hang zum Draufgängertum.

Germanicus ist der Stiefenkel des Kaisers Augustus sowie Neffe und Adoptivsohn des designierten Thronfolgers Tiberius. Er, so bestimmt es der amtierende Herrscher, soll der dritte Imperator Roms werden, soll auf Augustus und Tiberius folgen. Ab 7 n. Chr., da ist er gerade 22 Jahre alt, kämpft er unter seinem Adoptivvater Tiberius in Pannonien. Als er dort zwei Jahre später den Oberbefehl erhält, riskiert er so viel, dass er seine Truppen bei Vorstößen gefährdet, und so setzt ihm Augustus wieder Tiberius als Oberbefehlshaber vor.

Der brillante Feldherr, so lässt es zumindest der Bericht des Tacitus vermuten, verurteilt seit diesem ersten Kriegseinsatz das Ungestüm seines Adoptivsohnes – und Germanicus ist damit in einer misslichen Lage: Der alternde Herrscher Augustus baut ihn als übernächsten Kaiser auf, doch der designierte nächste Kaiser Tiberius misstraut womöglich seinen Fähigkeiten. Diese Zwangslage zwischen äußeren und inneren Gegnern wird das historische Duell der beiden Kontrahenten Arminius und Germanicus fortan bestimmen: Der Cherusker will die Römer besiegen, aber er muss sich auch gegen Rivalen in seinem Stamm behaupten, vielleicht gegen seinen romtreuen Bruder Flavus, sicher gegen Rivalen wie Segestes.

[![852d037c-2ffe-4bb0-aaed-f0a5ca614198.jpg](https://wiki.pickablue.info/uploads/images/gallery/2026-04/scaled-1680-/852d037c-2ffe-4bb0-aaed-f0a5ca614198.jpg)](https://wiki.pickablue.info/uploads/images/gallery/2026-04/852d037c-2ffe-4bb0-aaed-f0a5ca614198.jpg)

<figure class="no-tts no-tts wp-block-image article-in-image photo" id="bkmrk-%C3%9Cber-die-weser-hinwe"><figcaption class="no-tts no-tts wp-element-caption">ÜBER DIE WESER hinweg, so der Chronist Tacitus, verhöhnt der Cheruskerfürst Arminius seinen Bruder Flavus im Feldlager der Legionäre am anderen Ufer als Knecht Roms. Kurz darauf setzen die Römer über den Fluss</figcaption></figure>Der zum Herrschen erzogene Germanicus will die Germanen unterwerfen, doch zugleich Tiberius und womöglich noch anderen Skeptikern in Rom beweisen, dass er zum zukünftigen Kaiser taugt.

**DABEI WIRKT DAS LAND** zwischen Rhein und Elbe zu Anfang des Jahres 9 n. Chr. eigentlich schon fast wie eine Provinz des Imperiums, zumindest wie eine befriedete Region. Die von östlicher nach westlicher Richtung fließenden Flüsse Main, Lippe und Lahn sind für die Römer Schnellstraßen durch die Wildnis. An ihren Ufern haben Legionäre bereits Kastelle errichtet. Um die Militärlager siedeln römische Händler, Soldatenfamilien und Germanen. Märkte entstehen und so etwas wie die ersten Städte der Region, etwa beim heutigen Waldgirmes (siehe Seite 36). Römische Schiffe fahren über die Nordsee und ziehen von dort sogar die Elbe hinauf. Der für Germanien verantwortliche Statthalter Publius Quinctilius Varus amtiert zwar westlich des Rheins, aber während der Sommermonate bereist er mit seinem Heer weite Gebiete östlich davon. Dabei tritt er dort als oberster Richter auf, empfängt lokale Würdenträger, entscheidet Stammesstreitigkeiten, legt Tribute auf. Kurz: Der Kaiser ist bemüht, Germanien militärisch, administrativ und wirtschaftlich zu durchdringen – so wie es Rom stets tut, wenn es neue Territorien erobert hat.

Zudem, so lässt sich vermuten, vertrauen die Römer auf die Macht ihres Wohlstands und ihrer Kultur. Sollen doch Händler, Waren, ja auch die Sprache und die Götter Roms ruhig langsam das freie Germanien durchdringen, bis es nahezu unmerklich Teil des Weltreiches wird. Als Varus im Frühjahr 9 n. Chr. mit drei der vier am Rhein stationierten Legionen erneut zu einem Zug jenseits des Rheins aufbricht, ahnt er nicht, dass Arminius, den er für einen Verbündeten hält, längst unter den Germanen gegen ihn hetzt: Früher hätten die Fürsten ihre Angelegenheiten selbst geregelt, so Arminius, notfalls mit dem Schwert in der Hand, nicht aber durch Unterwerfung unter einen fremden Feldherrn. Und Tribute hat erst recht niemand gezahlt.

Möglich, allerdings unbeweisbar, dass Varus und seine Offiziere zudem mit jener Arroganz auftreten, die Römer gemeinhin armen Grenzstämmen gegenüber an den Tag legen. („Mehr als von einem Barbaren zu erwarten, ein fähiger Kopf“, schreibt selbst Velleius Paterculus über den von ihm eigentlich bewunderten Arminius.) Jedenfalls gewinnt Arminius rasch Tausende Mitstreiter: Fürsten wie er selbst ebenso wie einfache Krieger – Männer, die die traditionelle Freiheit verteidigen wollen, worunter sie verstehen, dass die Welt am besten wieder so sein sollte wie vor der Zeit der Römer.

Wohl kaum jemand denkt ernsthaft daran, die Germanen zu einen, schon gar nicht unter einem König. Sollte Arminius schon im Jahr 9 n. Chr. von diesem Plan träumen, so hält er ihn noch geheimer als seinen Hass auf Rom. Als Varus sein Sommerlager an der Weser aufschlägt, ist Arminius bei ihm, spielt ihm den treuen Anführer der cheruskischen Hilfstruppen vor, schmeichelt, lockt, täuscht. Arminius’ Kunst beschränkt sich nicht aufs Waffenhandwerk, er muss ein begnadeter Diplomat, Redner, Schauspieler, Intrigant sein, dass er einen in Jahrzehnten erfahrenen Statthalter derart hintergehen kann.

Varus jedenfalls marschiert schließlich sorglos durch die waldreichen Mittelgebirge zurück in Richtung Rhein, lässt sich von den Germanen sogar dazu überreden, einen Umweg über die Region des Wiehengebirges zu machen, um dort einen angeblichen Aufstand niederzuschlagen, und wird nicht einmal dann misstrauisch, als sich Arminius mit seinen Leuten unter einem Vorwand von den Legionen absetzt. Wohl Anfang August lauert der Germanenfürst den schwerfälligen, langsamen Römern im dichten Unterholz auf. Vier Tage dauert die „Varusschlacht“, die vermutlich beim heutigen Kalkriese in der Nähe von Osnabrück geschlagen worden ist – wenn man das denn „Schlacht“ nennen will (siehe Seite 152). Eher ist es eine Serie endloser Guerillaüberfälle, ein gnadenloser, beständiger Angriff versteckter Germanenkrieger auf die Flanken der marschierenden Legionen. Am Ende dieses hundertstündigen Gemetzels stürzt sich Varus ins eigene Schwert, und seine drei Legionen existieren nicht mehr.

> Die NIEDERLAGE des Varus ist ein Schock für ROM

Ist die Schlacht am Kalkrieser Berg die Entscheidung? Hat Rom verloren? Ist Germanien wieder „frei“? Arminius selbst wird wohl keinen Augenblick daran glauben. Die Germanen dringen jedenfalls nicht einmal bis zum Rhein vor, geschweige denn, dass sie jenseits des Stroms das Imperium selbst überfallen würden. Sie berennen bloß die römischen Kastelle in Germanien – und rüsten sich im Übrigen für die Rache, die unweigerlich kommen wird. Für Augustus, für ganz Rom ist es ein Schock: drei Legionen verloren! Verloren auch das weite Land zwischen Rhein und Elbe, das man beinahe schon als Provinz gewonnen glaubte.

Um die Kontrolle zurückzuerlangen, müssen nun erst einmal neue Truppen ausgehoben, Waffen und Vorräte herbeigeschafft, die Rheinfront stabilisiert werden. Zum Oberbefehlshaber im Norden ernennt Augustus trotz möglicher Vorbehalte des Tiberius seinen Stiefenkel Germanicus. Damit schickt er ihn an eine entscheidende Front des Imperiums, hier kann sich ein zukünftiger Herrscher bewähren. Doch noch während der Vorbereitungen für den Feldzug stirbt Augustus 14 n. Chr. Tiberius wird, wie geplant, neuer Kaiser.

**NACH UND NACH WERDEN** am Rhein acht Legionen zusammengezogen, fast ein Drittel der gesamten Armee Roms, bis zu 70 000 Soldaten. Wenn man mit dieser Streitmacht Germanien nicht bezwingen kann, mit welcher dann? Germanicus will das Land bis zur Elbe wieder unterwerfen, um den Traum des Augustus zu erfüllen – und um Tiberius und jedem Römer zu zeigen, dass er selbst das Zeug zum Kaiser hat.

Im Herbst 14 n. Chr. schickt Germanicus erstmals ein paar Truppen über den Rhein. „Fröhlich lebten nicht weitab die Germanen dahin“, schreibt nicht ohne zynische Ironie der römische Historiker Tacitus rund 90 Jahre später, der wichtigste Chronist jener nun anbrechenden Kriege, denn niemand ist so spät im Jahr noch auf Kampf eingestellt. Die Legionäre umzingeln eine Siedlung der Marser und einen heiligen Hain. „Nicht Geschlecht, nicht Alter brachte Erbarmen“, notiert Tacitus über das darauffolgende Massaker. Danach ziehen sich die Römer zurück. Im nächsten Frühjahr bricht Germanicus dann mit seiner ganzen Streitmacht auf. „Denn die Hoffnung war aufgetaucht, der Feind sei gespalten in die Anhänger des Arminius und des Segestes“, berichtet Tacitus.

Woher kann der Feldherr das wissen? Spione? Überläufer? Jedenfalls geht er mit Feuer und Schwert durch Germanien, erschlägt Menschen, verwüstet Siedlungen, brennt Felder nieder. Die Römer erreichen das Schlachtfeld, auf dem Varus mit seinen Männern gestorben ist, bestatten die Skelette der gefallenen Kameraden, was, wie Tacitus vermerkt, „Trauer zugleich und Hass im Herzen“ der Legionäre entflammt. Segestes unterwirft sich freiwillig und übergibt den Römern seine schwangere Tochter Thusnelda, die sich Arminius kurz zuvor gegen den Willen des Vaters zur Frau genommen hat, die sich aber nun – die Gründe sind unbekannt – bei Segestes aufhält. Was für ein Triumph! Thusnelda, „mehr von des Gatten als von des Vaters Gesinnungsart“, so Tacitus, wird mit dem ungeborenen Sohn nach Italien verschleppt.

Arminius ist darüber „zum Wahnsinn“ gereizt, schreibt der römische Chronist weiter – aber dann doch nicht so irrsinnig, dass er in blinder Wut losschlägt. Er fordert seine Krieger zwar immer wieder auf, „wenn sie Vaterland, Eltern, die alten Zeiten mehr liebten als Zwingherrn und neue Römerstädte“, ihm zu folgen. Doch er denkt nicht daran, sich acht Legionen in offener Schlacht zu stellen. Er zieht sich in die Wälder zurück, weicht aus, beschränkt sich auf Überfälle und vertraut seiner besten Verbündeten: der germanischen Wildnis. Am Ende des Jahres 15 n. Chr. haben Germanicus’ Truppen vermutlich Tausende Tote zu verzeichnen, aber den Feind weder zur Entscheidungsschlacht gestellt noch die Kontrolle über Germanien gewonnen.

Für Kaiser Tiberius ist wohl genau das eingetreten, was er befürchtet hat: Der ungestüme Thronerbe riskiert seine Armee, ohne dabei irgendetwas zu erreichen. Der Imperator wahrt zwar die Form, schickt Germanicus ein Schreiben, in dem er ihn mit Ehren überhäuft, doch darin versteckt die eindeutige Botschaft: Der Krieg in Germanien ist vorbei! Zu blutig ist dieser Kampf, zu teuer, zu aussichtslos – Rom soll fortan seine Grenze am Rhein ausbauen und auf Germanien verzichten. Aber Germanicus verweigert sich der kaiserlichen Anordnung. Für das Jahr 16 n. Chr. bereitet er den nächsten Feldzug vor, statt, wie befohlen, bloß den Rhein zu verteidigen. Arminius *muss* bezwungen werden! Ein Feldzug noch, nur noch ein einziger!

Den Winter über lässt Germanicus in Gallien Zimmerleute hämmern, bis er neben den acht Legionen auch noch eine Flotte von 1000 Schiffen kommandiert. Er plant einen nie da gewesenen Zangenangriff: Zwei Legionen werden im Frühjahr den Rhein queren und von Westen her über Land frontal gegen die Cherusker ziehen. Germanicus selbst wird sechs Legionen per Schiff über die Nordsee und die Weser bis ins Herzland der Feinde führen. Das Ziel: Arminius alle Wege abschneiden und zur Entscheidungsschlacht zwingen.

Germanicus vollbringt mit dem Zangenangriff zu Lande und zu Wasser eine herausragende militärische und logistische Leistung. Trotzdem ist er nicht schnell genug. Arminius und seine Armee sind schon wieder irgendwo in den dichten Wäldern verschwunden. Schlimmer noch: Der erst im Vorjahr errichtete Grabhügel am Ort der Varusniederlage ist zerstört worden. Stachelt das die Wut der Römer zusätzlich an? Oder sehen sie es als böses Omen? Germanicus stellt das Grab nicht wieder her, weil es, wie Tacitus vage notiert, „nicht zweckmäßig“ ist. Irgendwo an der Weser stehen sich die Feinde schließlich doch gegenüber. (Wo genau sich das Drama dieses Feldzugs abspielt, weiß man bis heute nicht, denn antike Chronisten bleiben unklar, Archäologen haben keine Spuren gefunden.) Allerdings marschieren die Legionen am westlichen, die Germanen am östlichen Ufer auf.

Tacitus überliefert ein denkwürdiges Treffen, so romanhaft, dass man es kaum glauben möchte, aber möglicherweise hat es sich tatsächlich so zugetragen: Flavus dient immer noch in der Legion. Arminius erkennt den Bruder, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Die Männer schreien sich von den gegenüberliegenden Ufern aus an, ein Gemisch aus Germanisch und Latein. Arminius erfährt erst bei dieser Begegnung, dass Flavus bereits vor einiger Zeit im Kampf ein Auge verloren hat. Er fragt daraufhin nach der Belohnung, die der Bruder dafür erhalten hat. Eine Solderhöhung und eine Auszeichnung. „Höhnisch“, so Tacitus, macht sich Arminius über diesen „armseligen Preis der Sklaverei“ lustig, die Worte werden hitziger, schließlich müssen an beiden Ufern Getreue dazwischengehen, sonst hätten sich die Brüder wohl in den Fluss gestürzt, um sich zu erschlagen.

Kurz darauf setzt Germanicus über die Weser, zwingt die Germanen zum Gefecht, an einem Ort, den Tacitus Idistaviso nennt (vielleicht dem heutigen Bückeburg). Arminius wird verwundet, schmiert sich Blut ins Gesicht, um unerkannt zu fliehen. Trotz allem ein schaler Sieg für die Römer: So wie Arminius entkommt, wieder einmal, ein Großteil der Feinde in den Wäldern. Die Germanen sind kaum geschwächt, im Gegenteil, die Schlappe steigert noch ihre Wut und ihren Kampfesmut.

**FÜR DAS NÄCHSTE GEFECHT** mit den Römern wählt Arminius eine sumpfige Ebene am Weserufer, umgeben von Wäldern und Mooren, dahinter ragen Berge auf. Quer durch diese Ebene hat der Stamm der Angrivarier einst einen Wall gezogen, eine vielleicht zwei oder drei Meter hohe Befestigung aus Erde. Die Anlage stammt aus der Zeit der innergermanischen Fehden, denn die Angrivarier grenzten damit ihr Territorium ausgerechnet von dem der verfeindeten Cherusker ab. Nun kämpfen beide gemeinsam gegen Rom – und Arminius stellt die meisten seiner Fußsoldaten hier auf. Auf freiem Feld hätten sie gegen die perfekt gedrillten Legionen keine Chance, doch wenn sie sich hinter diesem Wall verschanzen, so hofft Arminius, dann könnten sie die heranstürmenden Römer stoppen. Mit seinen zuverlässigsten Fußsoldaten und allen Reitern versteckt er sich im Wald, um dem Feind dann in die Flanke zu fallen und ihn zu vernichten.

Germanicus erkennt sehr wohl, dass es eine Falle ist, ein versuchter Überfall aus dem Dickicht. Doch der Feldherr liebt das Risiko, und er kommandiert doppelt so viele Legionen wie der unglückselige Varus, und überhaupt: Welche Wahl hat er denn? Wenn er Arminius jetzt nicht vernichtet, wie würde er dann in Rom dastehen? Mit leeren Händen von einem Feldzug zurückkehren, den der Kaiser ausdrücklich verboten hat? Germanicus lässt einige Fußtruppen und alle seine Reiter in den Wald stürmen, um dem Flankenangriff zuvorzukommen. Er selbst berennt mit dem Großteil der Armee den Wall. Wie genau, das hat Tacitus, der Chronist der Schlacht, nicht überliefert, er schreibt nur von „wuchtigen Abwehrstößen von oben“ und einem „ungleichen Nahkampf “. Vermutlich rücken die Legionäre Schild an Schild vor wie ein gepanzerter Lindwurm. Doch am Wall müssen sie nach oben klettern – wo die Germanen sie mit Lanzen massakrieren.

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[![cbd22bef-6efe-40a8-aca3-93d8640fc1b8.jpg](https://wiki.pickablue.info/uploads/images/gallery/2026-04/scaled-1680-/cbd22bef-6efe-40a8-aca3-93d8640fc1b8.jpg)](https://wiki.pickablue.info/uploads/images/gallery/2026-04/cbd22bef-6efe-40a8-aca3-93d8640fc1b8.jpg)

Germanicus zieht die Legionen ein wenig zurück und lässt aus dem Tross die Artillerie heranschaffen: Schleudern, die bleierne Geschosse abfeuern, sowie riesige Geschütze, die Bolzen Dutzende Meter weit verschießen.

„Je mehr sich die Verteidiger blicken ließen, mit umso größeren Verlusten wurden sie heruntergeholt“, schreibt Tacitus grimmig. Germanicus stellt sich schließlich an die Spitze der Prätorianer-Kohorten, der Eliteeinheit seiner Armee. Mit ihnen bezwingt er die zusammengeschossenen Verteidiger – der Wall gehört den Römern. Die Schlacht wogt nun im Wald im „Kampf Mann gegen Mann. Dem Feind versperrte im Rücken der Sumpf, den Römern der Fluss oder die Berge den Ausweg: Für beide bestand der Zwang zum Standhalten an Ort und Stelle, lag Hoffnung nur in der Tapferkeit, ergab sich Rettung nur aus dem Sieg.“ Germanicus nimmt seinen Helm ab, damit ihn seine Männer besser erkennen können, feuert sie an, „sie sollten weitermachen mit dem Morden: Man brauche keine Gefangenen, allein die Vernichtung des Stammes werde dem Krieg ein Ende machen.“ „Spät am Tag“, so der Chronist, endet der Kampf. Arminius, noch von der Verletzung aus dem vorigen Gefecht geschwächt, führt die Germanen tief in die Wälder. Die Römer behaupten das Schlachtfeld.

Germanicus lässt ein Siegesdenkmal mit erbeuteten Waffen als Trophäen errichten, dazu die Inschrift: „Nach Niederwerfung der Stämme zwischen Rhein und Elbe hat das Heer des Kaisers Tiberius dieses Denkmal dem Mars und Jupiter und Augustus geweiht.“ Reine Propaganda, und wen wird er damit noch täuschen? Da es, wie Tacitus überliefert, „bereits Hochsommer“ ist, müssen sich die Legionen nun auf den langen Rückmarsch ins sichere Winterlager links des Rheins machen. Germanien ist jedoch keineswegs unterworfen, denn Arminius und seine Cherusker sind eben nicht Opfer der „Vernichtung“ geworden. Vielleicht hat Germanicus deshalb in seinem Siegesdenkmal zwar zwei Götter und zwei Kaiser genannt, nicht aber, wie sonst üblich, seinen eigenen Namen – aus „Furcht vor Missgunst“, spekuliert Tacitus. Vermutlich ahnt Germanicus selbst, dass auch dieser Feldzug, den er gegen den ausdrücklichen Befehl des Kaisers unternommen hat, gescheitert ist und dass ihn in Rom Kritik erwartet.

Und es kommt noch schlimmer: Auf der Nordsee erfasst ein Sturm „die Schiffe und verschlug sie auf den offenen Ozean oder nach den Inseln, die mit schroffen Klippen oder verborgenen Untiefen Unheil brachten.“ Manche Boote treiben bis nach Britannien ab, viele Soldaten ertrinken oder gehen als Gestrandete „am Hunger zugrunde“, wieder andere überstehen die nächsten Tage nur, weil sie verwesende Pferdekadaver der Kavallerie essen.

Auch Germanicus rettet sich nur mit knapper Not, rafft nach Abflauen des Sturms seine Armee zusammen. Doch als er endlich am sicheren Rhein angelangt ist, sind Legionen und Flotte schwer gezeichnet. Vermutlich hat er auf den Feldzügen der Jahre 14 bis 16 n. Chr. ein Viertel seiner Truppen verloren – die Mannschaftsstärke zweier Legionen! Und was hat er damit in Germanien erreicht? Nichts. Diesmal bleibt Tiberius unerbittlich und beordert Germanicus ab. Die Form ist höflich, schließlich ist er der designierte Kaiser, und es wäre ein enormer Prestigeverlust für die gesamte Dynastie, würde man ihn öffentlich kritisieren. Germanicus darf am 26. Mai 17 n. Chr. einen Triumphzug in Rom feiern – und präsentiert dem jubelnden Volk dabei Thusnelda und deren inzwischen geborenen Sohn Thumelicus. (Beide werden Germanien nie wiedersehen.) Doch *einen* Gefangenen führt er nicht mit: Arminius. „Man nahm den Krieg als beendet an“, kommentiert Tacitus sarkastisch diesen Triumphzug, der mit Pomp eine Niederlage zum Sieg verklärt. Denn Tiberius belässt die Legionen fortan auf dem linken Rheinufer.

Bis auf eine, vielleicht mehrere Strafexpeditionen wird Rom niemals mehr versuchen, bis zur Elbe vorzustoßen, Germanien bleibt unbesetzt – und Germanicus selbst darf nie wieder dorthin zurück. „Unter einem ehrenvollen Vorwand“, so der Chronist, wird er sogar aus Rom „entfernt“: Tiberius schickt ihn auf diplomatische Mission in den Nahen Osten, wo er 19 n. Chr. in Syrien unter nie geklärten Umständen stirbt.

Möglich, dass er, wie andere Mitglieder der herrschaftlichen Familie, einen frühen, doch natürlichen Tod erleidet. Möglich aber auch, dass er einer politischen Intrige zum Opfer fällt. Kaiser jedenfalls wird er nie. Arminius hat der zu diesem Zeitpunkt vermutlich stärksten Militärmaschine der Welt auf dem Höhepunkt ihrer Macht widerstanden. Nicht die Niederlage des Varus bringt die Entscheidung – sondern die Zähigkeit des Arminius, der die verheerenden Feldzüge des Germanicus zwischen 14 und 16 n. Chr. durchsteht und sein Heer zusammenhält.

Und keine gewonnene Schlacht des Arminius ist wohl so folgenreich wie der Kampf am Angrivarierwall, den er zwar verloren hat, in dem er seine Armee aber intakt hält, während der Gegner abziehen muss. Ein beispielloser Erfolg und zugleich die Erfüllung seines Versprechens: Germanien bleibt frei. Und nun?

Sobald Rom nicht länger Krieg führt, interessieren sich auch die Chronisten nur noch wenig für Germanien, die Nachrichten sind noch spärlicher als zuvor. Arminius scheint ein loses Bündnis mehrerer Stämme zu schmieden und greift bereits 17 n. Chr. rivalisierende Germanenvölker im heutigen Böhmen an. (Was nebenbei die Weisheit des Tiberius belegt, der seine Entscheidung zum Rückzug aus Germanien auch damit begründete, dass Rom die dortigen Stämme nun wieder beruhigt ihren „inneren Zwistigkeiten“ überlassen könne.)

Der Krieg ist heftig, aber siegreich. 19 n. Chr., im selben Jahr, in dem sein einstiger Rivale Germanicus fern von Rom stirbt, erfüllt sich der Traum des Arminius: Er beherrscht eine Art germanische Stammesföderation von der Nordseeküste bis nach Böhmen, es ist so etwas wie der Schatten eines geeinten Germanien. Zumindest eine historische Sekunde lang. Denn die Kräfte, die Arminius entfesselt hat, wenden sich nun gegen ihn. Die Fürsten und Krieger haben nur deshalb den Legionen getrotzt, weil sie wollen, dass alles so bleibt, wie es schon immer gewesen ist. Keine Städte, keine Straßen, keine Märkte, keine neuen Religionen und Sprachen, kein Oberherr. Kein Kaiser in Rom – aber auch kein König in Germanien.

Zumindest manche Männer, die gerade noch an seiner Seite fochten, wenden sich nun gegen ihn, sogar einige aus der eigenen Familie. Auch hier ist es Tacitus, der über das Ende des legendären Kämpfers berichtet: „In seinem Streben nach dem Thron stieß Arminius auf den Widerstand seiner freiheitsliebenden Landsleute. Es kam zu einer bewaffneten Auseinandersetzung, bei der er mit wechselndem Glück kämpfte und durch die Hinterlist seiner Verwandten fiel.“ Eine Auseinandersetzung mit wem? Was für eine Hinterlist? Wer sind diese Verwandten? Darüber schweigt der Geschichtsschreiber.

**GALLIER, BRITEN, IBERER** … zahllose europäische Völker werden von Rom jahrhundertelang beherrscht. Die Römer gründen in ihren Ländern Städte, die noch heute bedeutsam sind, London, Lyon, Köln und viele weitere. Sie bringen das Latein, das etwa in Gallien die einheimischen Sprachen komplett verdrängt. Mit dem Latein kommen Schriftlichkeit, Gelehrsamkeit, das niedergeschriebene Recht, noch in der Spätantike auch das Christentum. Das und vieles mehr wird es im freien Germanien nicht geben. Arminius ist, schreibt deshalb Tacitus, „unstrittig der Befreier Germaniens, in den Schlachten von wechselndem Erfolg begleitet, im Krieg unbesiegt. 37 Jahre währte sein Leben, zwölf seine Macht, und noch heute besingt man ihn bei den Barbarenvölkern.“

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<section class="no-tts no-tts wp-block-uagb-section uagb-section__wrap uagb-section__background-undefined uagb-block-99e8226b-dc18-46ef-9f06-fc25cc832507 article-boxout" id="bkmrk-von-dem-lager-vetera">**VON DEM LAGER** Vetera Castra am Rhein aus ziehen römische Truppen zu Lande gegen Arminius. Zugleich stößt ein gewaltiges Herr unter Führung des Germanicus über die Nordsee und die Weser in das Gebiet der Cherusker vor. Nahe dem Fluss kommt es schließlich zu zwei großen Gefechten

</section><section class="no-tts no-tts wp-block-uagb-section uagb-section__wrap uagb-section__background-undefined uagb-block-884a3e23-5424-4962-91c5-4af5e5d1e71a article-boxout" id="bkmrk--5"></section>Verlinkungen:

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Quellen:

Internetquellen

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Sekundärliteratur

-&gt; Rademacher, Cay: Arminius gegen Germanicus. Duell an der Weser, in: Rom und die Germanen (GEO Epoche Jg. 2021, Heft Nr. 107), Hamburg 2021, S. 38-51.

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