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Erfindungen und technischer Fortschritt

Inhaltsverzeichnis

  1. Erster Fahrstuhl präsentiert 12. Juli 1880 in Mannheim. Werner von Siemens
  2. Tödliche See. Im Jahr 1913 verschwand der berühmte Erfinder Rudolf Diesel spurlos auf dem Weg nach England.
  3. Die Neuerfindung des Kaffees

1. Erster Fahrstuhl präsentiert 12. Juli 1880 in Mannheim. Werner von Siemens

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Werner von Siemens wird am 13. Dezember 1816 als viertes von vierzehn Kindern geboren. Knapp 19 jährig tritt er in die  preußische Armee ein und erhält so Zugang zu einer Ausbildung an der Artillerie- und Ingenieurschule in Berlin. Hier erwirbt er die Kenntnisse für seine späteren elektrotechnischen Entwicklungen.

Für das Militär konstruiert Siemens 1847 einen präzise arbeitenden Zeigertelegraphen und gründet noch im gleichen Jahr zusammen mit dem Mechaniker Johann Georg Halske die „Telegraphen Bau-Anstalt Siemens & Halske“. Bereits ein Jahr später richtet das junge Unternehmen die Telegraphenleitung von Berlin zur deutschen Nationalversammlung in Frankfurt ein. Damit wird die Firma so bekannt, dass auch internationale Aufträge folgen.

Als Werner von Siemens 1866 das „dynamoelektrische Prinzip“ entdeckt und seine erste Dynamomaschine baut, erkennt er sofort die Bedeutung der elektrischen Energie und sucht nach praktischen Anwendungsmöglichkeiten. Bei der Konstruktion seiner 1879 bei der Berliner Industrieausstellung vorgestellten elektrisch betriebenen Eisenbahn, kommt ihm der Gedanke, dass es auch möglich sein müsste, Aufzüge mit elektrischem Antrieb zu bauen. Bis dahin wurden die Aufzüge mit hydraulischem Antrieb bewegt, was aber sehr aufwändig und teuer war.

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Im April 1880 erhält Werner von Siemens ein Schreiben des „Central-Comité“ der „Gewerbliche & Landwirtschaftliche Ausstellung des Pfalzgaus zu Mannheim“ mit der Bitte, für die Dauer der Ausstellung einen elektrischen Aufzug zu überlassen. Siemens sagt zu und beginnt mit der Konstruktion.

Eine an drei Seiten mit Gittern umgebene Plattform wird mit einem darunter  abgebrachten 3 PS starken Gleichstrommotor über ein Zahnradgetriebe mit einer Geschwindigkeit von einem halben Meter pro Sekunde emporgehoben. Der an den 20 Meter hohen Aussichtsturm des Hauptzollamtes montierte Aufzug wird zur Sensation der zwischen Schloss und Parkring angesiedelten Pfalzgau-Ausstellung. Mehr als 8.000 Besucher lassen sich für 20 Pfennig von dem elektrischen Aufzug transportieren und können einen Blick über Mannheim genießen.

Der inzwischen zum geheimen Regierungsrat ernannte Dr. Werner Siemens leitet seinen Vortrag vor dem „Elektrotechnischen Verein“ am 26. Oktober 1880 mit den Worten ein: „Die Kraftübertragung durch dynamoelektrische Maschinen hat in dem von der Firma Siemens & Halske in Mannheim ausgestellten Aufzuge für Personen eine neue Anwendung gefunden, die von großer Bedeutung zu werden verspricht.“ Tatsächlich ermöglicht erst der elektrische Aufzug den Bau von Hochhäusern und den Siegeszug der Wolkenkratzer.

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2. Tödliche See. Im Jahr 1913 verschwand der berühmte Erfinder Rudolf Diesel spurlos auf dem Weg nach England.

Es war wohl eine Tragödie, ganz sicher war es eine Sensation und sogleich ein Medienereignis. Und es bleibt ein Mysterium. Die New York Times vermeldete im Spätsommer 1913. »Der Doktor und berühmte Erfinder Rudolf Diesel« sei spurlos verschwunden, und das »unter höchst ungeklärten Umständen«. Wie sensationell sein Verschwinden war, merkt man daran, dass diese Nachricht nur einen Tag benötigte, um es auf die Titelseite der New York Times zu schaffen. Was angesichts der Kommunikationsmöglichkeiten damals auch schon eine Sensation war. Die Spur des über alle Grenzen hinweg bekannten Ingenieurs verliert sich am 29. September 1913. 

Rudolf Diesel, damals 55 Jahre alt, ist der Erfinder des nach ihm benannten Dieselmotors, den er in mehreren ihm gesprochenen Patenten beim Kaiserlichen Patentamt zu Berlin etwas umständlich eine »rationelle Wärmekraftmaschine« genannt hatte. Entwickelt wurde seine, wie Diesel sie auch nannte, »effiziente Kompressionszündungsmaschine« seit 1893 in Augsburg, im Vorläuferwerk von MAN, unter finanzieller Beteiligung des Industriellen Friedrich Krupp - ein früher Risikokapitalgeber und Investor. Trotz des potenten Unterstützers entstand erst 1897 ein funktionstüchtiges Modell, dessen Innenleben und Technik dann allerdings so gründlich von Diesels Konzept abwich, dass der Erfinder daran keine Patentrechte mehr hielt. Der Motor war wesentlich effizienter als herkömmliche Dampfmaschinen und trat sofort seinen Siegeszug an. Bald schon wurde er in Kriegsschiffen, Generatoren, Zügen und Anlagen zur Kohle- und Ölförderung eingesetzt. Bis 1912 tuckerten mehr als 70 000 Dieselmotoren in den fortschrittlichsten Fabriken und Fahrzeugen der Welt. Durch seinen revolutionären Antrieb wurde der 1858 in Paris geborene deutsche Ingenieur zum Star: Er galt als ein bis zur völligen Erschöpfung arbeitendes Genie, für den selbstzündenden Verbrennungsmotor wurde Diesel 1900 mit dem Grand Prix der Weltausstellung von Paris prämiert. 

Diesels Vater war Buchbinder, er war der Liebe seines Lebens gefolgt und 1848 von Augsburg nach Paris gezogen, um dort zu heiraten und fortan zu leben. Beim Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges 1870 musste die Familie Frankreich wieder verlassen. Man zog nach London. Rudolf, der zweitgeborene Sohn, wurde zu seinem Onkel nach Augsburg geschickt. Der junge Diesel, immer einer der besten Schüler, wollte Ingenieur werden und schloss alles, was man dazu an Ausbildungen absolvieren konnte, stets als Primus ab. Sein Studium und die Promotion beendete er an der Technischen Hochschule München (der heutigen TU) sogar als Bester seit Bestehen der Lehranstalt. 

Nur geschäftlich war mir diesem Düsentrieb kaum etwas anzufangen. Obwohl er durch die Lizenzzahlungen für seinen Motor ein üppiges, ja gehobenstes Einkommen hatte und mit seiner Familie in einer prachtvoll für ihn gebauten Nobelvilla in Bogenhausen wohnte, wurde er von seinen Partnern und von Konkurrenten, die sich als seine Partner ausgaben, nach Strich und Faden übers Ohr gehauen. Die unzähligen Prozesse um die Patente wurden zu einem großen Problem für ihn. Sie belasteten ihn nicht nur finanziell, sie zerrütteten schließlich auch seine Gesundheit.

Die ständigen Kalamitäten zwangen Rudolf Diesel am 29. September 1913 zu einer Reise nach London zu einer Verammlung der Vorstände der Consolidated Diesel Manufacturing Ltd. Man munkelte, seine Firma wolle der britischen Navy Diesels Maschinen andienen. In Antwerpen bestieg er das Dampf-Fährschiff Dresden zu einer Fahrt über den Ärmelkanal, am nächsten Tag sollte die Sitzung stattfinden. Diesel hatte noch vor der Abreise in einem Brief an seinen Sohn über Herzprobleme geklagt. Doch am Reisetag sei er bester Dinge und voller Zuversicht gewesen, berichten Zeugen, die mit ihm an Bord waren. Die New York Times spricht in ihrer Meldung vom Folgetag davon, Diesel sei sogar »in the very best spirits« gewesen.

Er hatte an Bord ein Abendessen eingenommen und sich zur Nacht verabschiedet, bat noch darum, am nächsten Morgen um 6.15 Uhr geweckt zu werden - und ward danach nicht mehr lebend gesehen. Als das Boot am nächsten Morgen in England anlegte, befand sich der berühmte Erfinder nicht mehr an Bord der Fähre. Man fand in seiner Kabine ein unbenutztes Bett, einen ordentlich ausgelegten Schlafanzug und seine auf den Nachttisch drapierte Armbanduhr. Im Schloss seines Koffers steckte noch der Schlüssel. Sofort entstanden Verschwörungstheorien: Der Ingenieur, der seine Patente an die Marine einer feindlichen Macht verkaufen wollte, sei von deutschen oder amerikanischen Agenten über Board geworfen worden. Ein Selbstmord wurde ebenfalls erwogen. Er sei übernervös gewesen, habe vor Antritt der Reise seine Frau zu deren Mutter nach Remscheid geschickt, danach wie ein Wahnsinniger allein die Bogenhausener Villa am Isarhang durchstreift, bevor er selber seine Koffer packte. Doch hieß es nicht, er sei am Abend vor dem Verschwinden »in the very best spirits gewesen? So ein Mann sagt doch nicht höflich ,,Gute Nacht'' und bittet darum pünktlich geweckt zu werden, legt seine Nachtwäsche aus, um wenig später über die Reling zu springen.

 

3. Die Neuerfidnung des Kaffees

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Große Geschichten beginnen manchmal mit kleinen Einfällen. 1908 wurde beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin ein Gebrauchsmuster angemeldet, das in mehrfacher Hinsicht bedeutsam ist: Zum einen gehörte die Anmelderin zu den ersten Frauen, die ihre eigenen Erfindungen schützen ließen. Zum anderen war diese Erfindung so erfolgreich, dass sie bis heute praktisch in keinem Haushalt fehlt und ein Unternehmen begründete, das auch über ein Jahrhundert später noch floriert.

Amalie Auguste Melitta Liebscher wurde am 31. Januar 1873 in Dresden als Tochter eines Buchhändlers geboren. Sie heiratete den Kaufmann Emil Hugo Bentz und bekam mit ihm zwei Söhne, Willy und Horst. Wie jede Hausfrau suchte Melitta Bentz ständig neue Lösungen für die diversen Herausforderungen des Alltags. Das ist in einem Unternehmen im Prinzip nicht anders - und Melittas Haushalt sollte schon sehr bald ein Unternehmen sein.

Genial einfach

Kaffeefilter "Original Melitta No 1"

Kaffeefilter "Original Melitta No 1"

Melitta Bentz suchte neue Wege, besseren Kaffee zu brauen. Bis dahin wurde das Getränk meist gebrüht, indem man heißes Wasser auf gemahlene Kaffeebohnen goss und wartete, bis sich das Pulver am Boden der Kanne einigermaßen abgesetzt hatte (deswegen haben Kaffeekannen – im Gegensatz zu Teekannen, in denen die Blätter oben schwimmen – die Tülle oben). Alternativ konnte man das Gemisch auch absieben. Aber das ergab selten einen sauberen Kaffee, denn die Löcher im Sieb waren meist entweder zu klein und verstopften oder aber zu groß und der Satz schwamm doch wieder größtenteils in der Tasse. Oft war der Kaffee nach dieser Prozedur nur noch lauwarm. Und der Kaffeesatz verursachte einen unangenehmen Nachgeschmack.

Die Erfinderin experimentierte in ihrer Küche mit einem grob durchlöcherten Messingbecher als Sieb. Dann hatte sie die Idee, zusätzlich einen Filter in den Becher einzulegen und suchte nach einem geeigneten Material. Fündig wurde sie im Schulheft ihres Sohnes: Sie nahm ein Blatt Löschpapier, schnitt es zu und legte es in den Becher. Diese ebenso einfache wie geniale Idee bedeutete eine Revolution in der Kaffeezubereitung und war die Geburtsstunde eines bis heute erfolgreichen Unternehmens.

DE640946A

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Melitta Bentz tüftelte weiter an der Optimierung ihrer Erfindung und meldete sie am 20. Juni 1908 beim Kaiserlichen Patentamt als Gebrauchsmuster an: "Kaffeefilter mit auf der Unterseite gewölbtem und mit Vertiefung versehenem Boden sowie mit schräg gerichteten Durchflusslöchern". Das gewerbliche Schutzrecht wurde mit Registrierung vom 8. Juli 1908 auf Seite 1145 der Patentblätter des Kaiserlichen Patentamts zu Berlin eingetragen (diese und andere Gebrauchsmusterschriften von Melitta gingen leider im Zweiten Weltkrieg verloren).

Ein Familienbetrieb entsteht

Melitta Kaffeefilter: Zeichnung aus der Patentschrift DE 653796A (1937)

Melitta Kaffeefilter: Zeichnung aus der Patentschrift DE 653796A (1937)

Bentz erkannte früh das kommerzielle Potenzial ihrer Erfindung und unternahm erste Schritte zur Vermarktung des neuen Filters. Mit ihrem Mann, der seinen Job bald zugunsten der gemeinsamen Geschäftsidee an den Nagel hängte, gründete sie ein Unternehmen. Schon am 15. Dezember 1908 folgte die Eintragung der neuen Firma ins Handelsregister. Sitz dieses „Kaufmännischen Agentur- und Komissionsgeschäftes“ mit dem Titel „M. Bentz, Marschallstraße 31“ sowie einem eingetragenen Startkapital von 72 Reichspfennigen war zunächst ein Zimmer in der Dresdner Wohnung der Familie Bentz.

Die ersten 50 Filterkörper ließ Melitta in einer Metallwarenfabrik in Westfalen fertigen, das erste Filterpapier lieferte eine Papierfabrik in Sachsen. Das Ehepaar erwies sich auch bei der Vermarktung als höchst erfinderisch. Zunächst begann Hugo Bentz, die örtlichen Geschäfte abzuklappern und ihre Erfindung vorzustellen. Dann führte er den Filter in den Schaufenstern der Läden vor. So etwas hatte es bis dahin nicht gegeben, das sorgte für Aufsehen. Später übernahmen eigens engagierte „Vorführdamen“ diese Aufgabe. Melitta erfand derweil praktisch den Strukturvertrieb und demonstrierte ihren Filter bei privaten Kaffeekränzchen – ein Verkaufsmodell, das bis heute von manchen Unternehmen erfolgreich gepflegt wird.

Melitta Bentz

Melitta Bentz

Auch die beiden Söhne wurden in dem jungen Familienunternehmen eingesetzt – sie lieferten die Ware per Bollerwagen an die ersten Kunden aus. 1909 wurden die Filter auf der Leipziger Messe vorgestellt und mit über 1.200 verkauften Exemplaren ein großer Erfolg. 1910 erhielt der "Filtrierapparat" auf der internationalen Hygieneausstellung in Dresden Medaillen.

Das Ehepaar baute seine kleine Firma kontinuierlich aus und schützte sie durch Marken: Sie ließen 1911 die Wortmarke „Melitta“ für „Kaffeefilter“ (Az. 156 696/21, angemeldet 13. 09. 1911) und 1913 eine gleichlautende Wortmarke für „Haus- und Küchengeräte, Filtrierpapier, Koch- und Heizapparate“ (Az. 180 819/07, angemeldet 27. 03. 1913) eintragen. Beide sind noch heute gültig.

Firmenchefin in schweren Zeiten

Der Erste Weltkrieg warf Melitta aber sehr zurück: Der Kaffeeimport kam zum Erliegen, Papier wurde knapp, Melittas Mann und Sohn mussten an die Front. Quasi im Alleingang brachte sie das kleine Unternehmen durch die Kriegsjahre und die unruhige Zeit danach. 1923 wurde ihr ältester Sohn Willy Mitinhaber und beflügelte den Vertrieb. Der Aufschwung der Firma, die nun „Bentz & Sohn OHG“, hieß, begann.
Zum Schutz vor Nachahmern führte Melitta 1925 die heute noch übliche rot-grüne Farbkombination für ihre Filterpapierpackungen ein und schützte sie markenrechtlich. 1929 wurde der Raum in Dresden zu knapp; das Unternehmen übersiedelte nach Minden in Westfalen, wo es bis heute sitzt. Es wurde 1932 in „Melitta-Werke AG“ umbenannt.

Der Filter erhält seine bis heute gültige Form

DE652010

DE652010, Melittas Filterpatent von 1936

Zwischen 1932 und 1937 entwickelte das Unternehmen der Familie Bentz den Metall-Rundfilter zum Schnellfilter aus Porzellan weiter. Dazu wurde anfangs planes Filterpapier benutzt, das durch einen Aluminium-Eindrücker in die richtige Form kam. 1936 erhielt der Porzellan-Filter eine neue Form: Der Boden war fortan oval und lief konisch zu, wie aus der Patentschrift pdf-Datei DE652010 ersichtlich. Dazu entwickelte die Firma passende Filtertüten, die sich der Form des Filtergefäßes besser anpassten, da das Filterpapier auf den Rippen der Innenwandung auflag. Diese Form des Filters und der Filtertüten behielt das Unternehmen praktisch bis heute bei. Die Filtertüte wurde unter der Nummer pdf-Datei DE640946 patentiert.

In der NS-Zeit suchte das Unternehmen die Nähe zu den Machthabern, Horst Bentz trat Partei und SS bei. Während des Krieges beschäftigte Melitta Zwangsarbeiter und musste seine Produktion auf Pfannen und Töpfe umstellen.

Hunderte von Anmeldungen folgten

DE102023123349A1

Melitta-Anmeldung DE102023123349A1 ("Getränkebereitungsmaschine")

Mit der Zeit entwickelte sich aus dem Familienunternehmen eine sehr erfolgreiche und entwicklungsfreudige Unternehmensgruppe, die weltweit hunderte von Patenten anmeldete. Melitta brachte beispielsweise 1962 als erster Anbieter gemahlenen Kaffee in einer Vakuumverpackung auf den deutschen Markt und präsentierte eine der ersten elektrischen Kaffeemaschinen (1965).

Melitta Bentz starb am 29. Juni 1950 in Holzhausen bei Minden. Das einstige Wohnzimmer-Unternehmen, das von ihr mit ein paar Pfennigen Kapital gegründet wurde, produziert heute nach eigenen Angaben jeden Tag rund 50 Millionen Kaffeefilter. Denn trotz Tabs und Kapseln erfreut sich der klassische Filterkaffee weiterhin größter Beliebtheit (Melitta bedient heute aber auch die Freunde von Vollautomaten und Pads). Das Unternehmen meldet weiterhin fleißig Gebrauchsmuster und Patente an, zuletzt u.a. pdf-Datei DE102023123349A1 ("Getränkebereitungsmaschine") und pdf-Datei DE102023127099A1 (1,09 MB) ("Kolbenkaffeemaschine"). Der Konzern, der mittlerweile mehrere Dutzend Firmen und Tausende Mitarbeiter umfasst, wird derzeit in der vierten Generation von Melitta Bentz´ Familie geführt.


Verlinkungen:

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Quellen:

Internetquellen

-> Erster Fahrstuhl präsentiert 12. Juli 1880 in Mannheim. Werner von Siemens, in: Kurpfälzer Meile der Innovationen, online verfügbar unter: https://www.meile-der-innovationen.de/innovationen/1880-erster-fahrstuhl-praesentiert-in-mannheim-werner-von-siemens, zuletzt geprüft am 09.04.2026.

-> Potthast, Jan-Björn: Melitta Bentz. Die Neuerfindung des Kaffees, in: dpma.de, online verfügbar seit 02.03.2026 unter: https://www.dpma.de/dpma/veroeffentlichungen/patentefrauen/melittabentz/index.html#:~:text=Melitta%20Bentz%20tüftelte%20weiter%20an,sowie%20mit%20schräg%20gerichteten%20Durchflusslöchern%22., zuletzt geprüft am 07.05.2026.

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Sekundärliteratur

-> Graff, Bernd: Tödliche See.  Im Jahr 1913 verschwand der berühmte Erfinder Rudolf Diesel spurlos auf dem Weg nach England, in: Süddeutsche Zeitung u. Harald Eggebrecht (Hrsg.): Geheimnisse aus der Geschichte. Erstaunlich, vergessen, sagenhaft: Auf der Spur von Mythen, Rätseln und Skandalen, 2. Auflage, München 2025, S. 148-152.

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