Rittertum und Öffentlichkeit
Inhaltsverzeichnis
1. Ritterturnier. Um Ruhm, um Ehre und um Geld.
1. Ritterturnier. Um Ruhm, um Ehre und um Geld.
Im November 1179 treffen sich 3000 Adelige nahe Paris zum wohl größten Turnier des Zeitalters. Für die Kämpfer ist es eine Möglichkeit, sich vor den Augen des französischen Hofs auszuzeichnen – und durch Siege reich zu werden. Unter den Angereisten ist auch der Engländer William Marshal, der bei seinen Standesgenossen als der beste aller Ritter gilt
Der förmliche Teil der Feier ist beendet: Frankreichs neuer König ist gekrönt und gesalbt. Würdevoll haben Fürsten, Ritter und Honoratioren aus ganz Europa an diesem 1. November 1179 die jahrhundertealten Rituale in der Kathedrale von Reims verfolgt, haben beobachtet, wie ein Erzbischof Stirn, Brust und Schultern des Thronfolgers mit heiligem Salböl bestrich, wie er dem neuen König die Krone feierlich auf das Haupt legte.
Einige Tage später beginnt der zweite, entfesselte Teil des Programms: das Ritterturnier. Zunächst jedoch müssen die Gäste eine beträchtliche Strecke hinter sich bringen. Der nächstgelegene Platz für ein Turnier dieser Größe liegt gut 100 Kilometer entfernt, bei Lagny, einem Dorf an der Marne, nicht weit von Paris. Mehrere Tage dauert die Anreise zu Pferd.
Als sich die Ankömmlinge Lagny nähern, sehen sie schon von Weitem, welch ein Spektakel geplant ist. Rings um den Ort und entlang des Marne-Ufers stehen Dutzende Zelte, eine wachsende Stadt aus Segeltuch, über der der Rauch von Lagerfeuern aufsteigt. Die meisten Besucher sind direkt von den Krönungsfeierlichkeiten angereist, selbst wenn nicht alle Festgäste die Mühen auf sich genommen haben; der eben gekrönte König etwa ist in Reims geblieben. Aber es kommen zahlreiche adelige Zuschauer, Höflinge, Hofdamen.
Und natürlich erscheinen die Ritter: einzeln, in kleinen Teams, aber auch in Mannschaften, die Armeen gleichen. Insgesamt 3000 Reiterkämpfer sind schließlich versammelt – zum vermutlich größten Turnier des Mittelalters. Fast jeder Ritter bringt ein Gefolge von Bediensteten mit: ihre Knappen, die die Waffen pflegen, polieren und vorbereiten, die Pferde füttern und einsatzbereit machen; Knechte, die das Lager organisieren, Bäume und Hecken fällen, um an dringend benötigtes Feuerholz zu kommen. Im Dorf selbst bieten Bauern Schinken, Wein und Brot an. Fahrende Händler verkaufen Zaumzeug, Gürtel, Rüstungsteile für jene Ritter, die ihre Ausstattung noch vervollständigen müssen. Schmiede hämmern, um schadhafte Helme, Schwerter und Kettenhemden für den Kampf herzurichten.
EUROPAS Elite REIST ZUM TURNIER
In einiger Entfernung von Lagny erbauen Zimmerleute die letzten Tribünen und Unterstände für das Publikum; in den Tavernen des Dorfes warten Prostituierte und Diebe auf Freier und Beute. Quacksalber preisen schon ihre Fähigkeiten an, falls es Knochenbrüche und Wunden geben wird. Das Starterfeld ist illuster: Die Elite der europäischen Turnierkämpfer hat sich an der Marne versammelt; die meisten der Panzerreiter sind hart im Zweikampf, talentiert und erfahren.
Das größte Team bringt Englands Thronfolger Heinrich mit nach Lagny: insgesamt 560 Kämpfer. Die Ankunft seiner gefürchteten Mannschaft ringt den Anwesenden Respekt ab. Aber auch Heinrich selbst: Er ist stattlich und hochgewachsen. Edler kann ein Ritter kaum sein. Auch unter seinen Gefolgsleuten sind berühmte Adelige, etwa Guillaume des Barres aus der Umgebung von Lagny, ein „kluger, tapferer Ritter“, wie ein zeitgenössischer Chronist notiert. Oder Jean de Préaux, ein Normanne, von dem es heißt, er sei „Gold wert, wenn es darum geht, Schläge wegzustecken“.
DER BEDEUTENDSTE Kämpfer in Heinrichs Equipe aber ist William Marshal – ein Mann, der vielen als der beste Ritter seiner Zeit gilt. Keiner teile so mächtige Schläge aus wie der 30-Jährige, erzählt man sich ehrfurchtsvoll, keiner lenke so geschickt sein Pferd, keiner könne wie er die Zügel des Tieres eines Gegners ergreifen und es samt Reiter einfach abführen. So hervorragend ist der Ruf von William, so tadellos sein Leumund, dass ihn Englands König zum Mentor und Beschützer seines Sohnes Heinrich ernannt hat. Zudem ist Marshal dank seiner langjährigen Erfahrung auch Chefstratege des englischen Teams. Endlich ist es so weit: Fünf Tage nach der Krönung in Reims beginnt der Wettkampf. Einige Stunden nach Sonnenaufgang rufen Herolde die Ritter auf den Kampfplatz, ein gewaltiges, mehrere Quadratkilometer großes Areal am abfallenden Ufer der Marne.
Ein Turnier besteht in dieser Zeit noch nicht aus besonderen technischen Einzeldisziplinen wie etwa dem Lanzenstechen (das beginnt erst im folgenden Jahrhundert), sondern ist im Prinzip die Simulation einer echten Schlacht. Die Panzerreiter messen sich in einem nur wenig geordneten Massenkampf mit scharfen Waffen. Der wichtigste Unterschied zum Krieg: Die Beteiligten versuchen es nach aller Möglichkeit zu vermeiden, den durch seine Rüstung ohnehin geschützten Gegner ernsthaft zu verletzen oder gar zu töten (auch wenn trotzdem immer wieder Ritter im Wettkampf ihr Leben lassen). Die Angereisten sind wie üblich in zwei Lager eingeteilt worden. Diesmal treten Engländer, Normannen und Franzosen gegen Krieger aus den Regionen Anjou, Poitou und der Bretagne an. Die beiden Lager, jeweils etwa 1500 Mann stark, haben keine obersten Anführer, in ihnen verbinden sich lediglich zahlreiche Einzelkämpfer mit größeren Teams.
Für jedes Lager haben die Organisatoren einen besonderen Bereich des Areals eingerichtet, in dem später, wenn die Duelle toben, die Knappen erschöpfte und verwundete Ritter in Empfang nehmen sowie ihre Herren mit frischen Pferden und Waffen versorgen werden.Inzwischen haben die Turnierkämpfer ihre Position eingenommen, stehen auf breiter Front der gegnerischen Mannschaft gegenüber. Die Männer tragen Kettenhemden und topfförmige Helme, sitzen auf kräftigen Araberpferden.
Über den Rüstungen haben sie Waffenröcke mit ihren persönlichen Wappen oder den Zeichen ihres Teams angelegt – nicht aber Erkennungszeichen für eines der beiden Großlager. Die Beteiligten müssen selber versuchen, den Überblick zu behalten, sich durch Rufe verständigen. Eine übergeordnete Strategie gibt es ohnehin nicht. Nur drei Ziele. Zum einen soll das eigene Lager den Schlagabtausch sichtbar gewinnen, die gegnerischen Formationen aufbrechen und niederringen. Zum anderen hofft jeder Ritter auf die Auszeichnung als bester Einzelkämpfer, die die anwesenden Herolde vergeben – jene Beobachter, die das Kampfgeschehen für die Zuschauer kommentieren, und alle Teilnehmer genau kennen.
Und schließlich geht es auch darum, Beute zu machen. Denn wer einen anderen Turnierteilnehmer vom Pferd stößt, überwältigt und gefangen nimmt, darf dessen wertvolle Kampfausrüstung und die Pferde an sich nehmen. Oft handeln die Kontrahenten auch eine Art Lösegeld aus, für das die Gefangenen nach kurzer Zeit schon wieder freigelassen werden. Die adeligen Zuschauer, viele Damen darunter, haben nun die Tribünen eingenommen, die am Saum des Turnierplatzes emporragen. Volk aus der Umgebung hat sich ebenfalls eingefunden und steht an den Rändern des Areals. Endlich schmettern die Fanfaren durch die Herbstluft. „Helme auf!“, ruft ein Herold. „Dex Aie“, erschallt der Ruf vieler Ritter: „Gott helfe uns.“
KURZ DARAUF galoppieren die Vertreter beider Lager aufeinander zu, die Lanzen erhoben. Pferde wiehern, Metall scheppert. Nur Meter vor einem Aufprall senken die Ritter ihre Waffen. Wer jetzt panisch wird oder die Kontrolle über sein Pferd verliert, der gehört schon zu den Verlierern. Einmal, zweimal wiederholen die Männer diese Attacke. Nun erst beginnt der Nahkampf, verkeilen die Kontrahenten ihre Pferde ineinander, prügeln mit Keulen und Schwertern aufeinander ein, bis einer aufgibt, vom Pferd fällt oder so benommen ist, dass ihn sein Gegner samt Ross in die eigene Schutzzone abführen kann.
Die Duelle sind wild, heftig, chaotisch. Die Zuschauer können kaum erkennen, was genau vor sich geht. Sie sind auf die Herolde angewiesen, die ihnen Informationen über das Kampfgeschehen zurufen. Für die Engländer um William Marshal läuft es gut: Panik scheint in den Reihen der Gegner auszubrechen, viele flüchten. Williams Männer fühlen sich sicher (können wohl auch ihre Gier nach Ruhm und Beute nicht unterdrücken) und preschen den Fliehenden auf Befehl Heinrichs hinterher – so schnell, dass sie es versäumen, den Thronfolger abzusichern. Plötzlich steht Heinrich allein da.
Binnen Kurzem umringen Ritter des gegnerischen Lagers den prominentesten Turnierteilnehmer und versuchen ihn vom Pferd zu stoßen. Einem Kämpfer gelingt es, Heinrichs Helm herunterzureißen. William Marshal hat den Thronfolger im Auge behalten, ist nicht, wie die anderen Kameraden, davongesprengt. Er hat bereits viele Turniere bestritten, bei Dutzenden Wettkämpfen brilliert. Die Erfolge haben ihn berühmt und wohlhabend gemacht. Doch nun droht unglaubliche Schmach. Wird Englands Thronfolger auf dem größten aller Turniere in Gefangenschaft geraten? William Marshals Familie stammt ursprünglich aus der Normandie und ist wahrscheinlich 1066 mit Wilhelm dem Eroberer nach England gekommen. Der Großvater war Ritter und königlicher Beamter mit dem Titel eines marshal. Daher der Beiname der Familie.
William kommt um 1147 zur Welt, als vierter von sechs Söhnen eines niederen Adeligen. Wohl im Jahr 1160 schickt ihn der Vater in die Normandie. Dort soll der 13-Jährige zum Ritter werden – als Knappe im Dienste des Normannen William von Tancarville. Der weithin geachtete Reiterkrieger, dessen Burg auf einem Felsen oberhalb der Seine thront, ist ein Vetter von Williams Mutter.
Eigentlich ist der Junge für eine Ausbildung zum Knappen schon zu alt, denn meist beginnt die Lehre bereits mit acht bis zehn Jahren und endet acht Jahre später. In dieser Zeit sollen aus den Eleven Männer geformt werden, die auf dem Schlachtfeld ebenso angemessen aufzutreten vermögen wie bei Hofe, die das Kriegshandwerk so gut beherrschen wie die Jagd und im Spielen von Instrumenten ebenso gewandt sind wie in ihren aristokratischen Umgangsformen.
Die Ausbildung ist überall in Europa ähnlich, doch manche Höfe werden für ihre besonders exzellente Lehre gerühmt, etwa der Welfs V., des Markgrafen der Toskana. Die Knappen müssen meist kein Geld bezahlen – die Ausbilder ziehen ihren Vorteil daraus, dass sich eine enge Verbindung zur Familie des Jünglings ergibt. Denn die Ritterausbildung ist ein wichtiger Teil der Adelsbeziehungen, die große Teile Europas überziehen. William erhält Kleider und Waffen gestellt, für Essen und Unterbringung auf dem Anwesen des Dienstherrn ist ebenfalls gesorgt.
EIN GUTES Ross IST KOSTBAR
MIT DEM ENGLÄNDER durchläuft ein gutes Dutzend anderer Knappen die Ritterschule des William von Tancarville. Sie werden zu seiner neuen Familie – auch wenn er selbst anfangs wie am falschen Platze wirkt. Er schläft morgens zu lang (wie ein Biograf vermerkt, der im Auftrag von William Marshals Sohn um 1225 eine Chronik über den Ritter verfassen wird). Die Tanz- und Musikstunden absolviert er sichtbar unmotiviert. Ein wenig mehr Eifer zeigt der Junge beim Polieren und Pflegen der Waffen.
Doch er brennt aufs Reiten und Kämpfen: Tausende Stunden wird William bis zum Ende seiner Ausbildung auf dem Rücken eines Pferdes verbringen. Die Knappen trainieren den Faustkampf, angeleitet von Meistern aus dem Gefolge des Dienstherrn, sowie den Umgang mit Waffen. Die wichtigste ist das Schwert. Zu Williams Zeiten ist es 90 Zentimeter lang und so fein aus Eisen geschmiedet, dass es nur gut ein Kilogramm wiegt. Ein geübter Ritter kann mit einem Schlag ein Bein durchtrennen. Immer wieder üben die Knappen die gleichen Hiebfolgen, bis die in ihr motorisches Gedächtnis übergegangen sind, sie mit der Waffe zu Pferd und am Boden ebenso wendig wie schlagkräftig sind.
Auch den Kampf mit Lanze, Keule, Axt und Kriegshammer trainieren die Jungen. Treffsicherheit und Reaktionsschnelle übt man an einer Puppe, die sich nach jedem Stoß um die eigene Achse dreht und den Angreifer trifft, wenn der nicht schnell genug ausweicht. Als Williams Körper stark genug ist, bringen ihm ältere Ritter bei, wie eine Rüstung anzulegen ist: zuerst das gefütterte Wams aus Leinen oder Wolle, darüber das Kettenhemd, danach einen Waffenrock und schließlich den eisernen Helm mit Nasenschutz (Plattenpanzer gibt es vermehrt erst im 14. Jahrhundert).
Er lernt, mit dem 15 Kilogramm schweren Kettenhemd ein Pferd zu besteigen und im Galopp die drei Meter lange Lanze, unter dem rechten Arm eingeklemmt, auf ein Ziel auszurichten, während er in der linken Zügel und Schild hält. Nur wenige Pferde sind dazu geeignet, ein gutes Schlachtross kostet daher bis zu 100 Pfund – dafür bekommt man 4500 Schafe. Die Pferde sind auf Ausdauer, Stärke und Beweglichkeit gezüchtet und werden darauf trainiert, selbst unter Lärm, Stößen und Tritten nicht in Panik zu geraten.
Eine wichtige Aufgabe der Knappen ist es, die Schlachtrösser der älteren Ritter zu pflegen. Auch sorgen sie dafür, dass deren Harnische und Waffen immer in bestem Zustand sind. Als Helfer begleiten sie die Kämpfer auf Reisen, bei Turnieren und auf Feldzügen. Nur selten greifen sie in das Getümmel ein, bewachen meist abseits des Geschehens Pferde und Tross. Höhepunkte der Ausbildungszeit sind die gemeinsamen Jagden mit den anderen Lehrlingen und dem ausbildenden Ritter.
Mit Hunden zieht die berittene Mannschaft dann in die Wälder, um Hirsche, Wildschweine, Wölfe mit Pfeil und Bogen oder Armbrüsten zu erlegen. Zudem erjagen abgerichtete Falken oder Habichte Kleinwild wie Kaninchen und Fasane. Abends trifft sich die Gruppe in der Halle der Burg von Tancarville zu einer ausgiebigen Mahlzeit. Auch hier gibt es Regeln: William lernt, nicht mit vollem Mund zu sprechen, sich bei jeder Bemerkung stets dem Ranghöheren zuzuwenden – und während des Essens nicht in der Nase zu bohren.
Zudem soll sich ein Ritter bei Tisch weder die Nägel putzen noch in seiner Hose nach Flöhen suchen und möglichst das Urinieren innerhalb des Gebäudes unterlassen (all das ist im Volk üblich). Regelmäßig wird in der großen Halle Fleisch serviert, ein Privileg der höheren Stände. Zu trinken gibt es meist niedrigprozentiges Bier, manchmal auch Wein, fast immer aber alkoholische Getränke, denn die sind durch den Gärprozess hygienischer als pures Wasser. Auch bei diesen Mahlzeiten fällt William nicht gerade positiv auf. Er trinkt und isst oft derart viel, dass man ihn bald den „Gierschlund“ nennt, wie sein Biograf später vermerkt.
Mit 20 Jahren aber kann der angehende Ritter so hart zuschlagen wie ein „Schmied auf Eisen“ und zugleich heftige Gegenhiebe ertragen. Er vermag ohne fremde Hilfe in voller Rüstung auf ein Pferd zu steigen, im Galopp auf ein Ziel zuzureiten, komplizierte Wendemanöver mit dem Tier auszuführen. Er kann schwimmen, jagen, mit dem Bogen schießen, Schach spielen und weiß, sich in der Gegenwart von Edelleuten zu benehmen.
Vor allem hat er ein Gefühl dafür bekommen, was den Ehrenkodex eines Ritters ausmacht: Er muss tapfer und mutig sein, seinem Dienstherrn gehorchen und die Schwachen beschützen. Als Edelmann darf er keinen anderen Ritter mutwillig töten, sondern ihn nur gefangen nehmen. Auf sein Ehrenwort muss Verlass sein. Nun ist er reif für den wichtigsten Tag in seinem Leben: die Schwertleite, seine feierliche Erhebung zum Ritter.
Dieser Brauch ist auf alte germanische Mannbarkeitsriten zurückzuführen, die sich später mit christlichen Segnungsideen verbunden haben. Bereits im 11. Jahrhundert werden junge Männer erstmals rituell in den Kreis der Ritter aufgenommen, anfangs in Frankreich (siehe Seite 24), bald auch in England und in deutschen Landen, mit der Zeit entwickelt sich eine Anzahl zeremonieller Elemente. Die Nacht zuvor verbringt der Anwärter häufig betend in seiner Kammer. Den Morgen beginnt er mit einem feierlichen Bad, damit er sich geistig und körperlich reinigt.
Fällt die Schwertleite besonders festlich aus, legen Bedienstete dem Knappen anschließend ein weißes, golddurchwirktes Gewand an, darüber einen purpurfarbenen Umhang, dazu seidene Schuhe. Derart gewandet, tritt er vor die geladenen Gäste, unter denen sich hohe Adelige befinden können, und bekommt von einem erfahrenen Ritter feierlich Rüstung, goldene Sporen, Schwert überreicht sowie ein Pferd geschenkt.
Jedes Detail hat Bedeutung: Das Weiß steht für die Reinheit des jungen Mannes, das Purpurrot für seine Bereitschaft, notfalls zum Schutz der Kirche das Blut seiner Kontrahenten zu vergießen. Die goldenen Sporen symbolisieren die Schnelligkeit, mit der jeder Ritter die Gebote Gottes zu verteidigen hat, während die beiden Schneiden des Schwertes ihn zur Treue und Gerechtigkeit mahnen sollen. Doch nicht immer sind die Zeremonien derartig aufwendig – und Williams Schwertleite fällt sogar eher bescheiden aus: Im Jahr 1166 gürtet ihn sein Gönner, William von Tancarville, mit einem Schwert und übergibt ihm einen Umhang. Mehr nicht.
Schnell muss es gehen, denn schon bald soll der neue Ritter zu einem Gefecht ausreiten, es geht um Grenzstreitigkeiten mit einem Nachbarfürsten. Vielleicht erhält William auch einen leichten Schlag mit dem Schwert auf den Kopf oder auf die Schulter, doch wird sich dieser klassische Ritterschlag erst ein Jahrhundert später durchsetzen. William Marshal ist nun ein professioneller Krieger. Tapfer schlägt er sich in den Kämpfen unmittelbar im Anschluss an seine Schwertleite.
Doch schon bald darauf ist er: arbeitslos. Denn nachdem der Herr von Tancarville alle Meinungsverschiedenheiten mit seinem normannischen Nachbarn beigelegt hat, beschließt er, sein Rittergefolge (offenbar aus finanziellen Gründen) deutlich zu verkleinern. Auch William Marshal muss gehen. Seinen Umhang, den er gerade erst erhalten hat, muss der junge Ritter versetzen, um sich von dem Geld zumindest ein günstiges Reisepferd kaufen zu können.
Zusammen mit einem Diener verlässt er die Burg von Tancarville und begibt sich auf Arbeitssuche, wie so viele andere junge Kämpfer: Wenn nicht gerade Krieg herrscht, bemühen sich Hunderte ambitionierter Nachwuchsritter um eine einträgliche Aufgabe, einen Platz im Gefolge eines adeligen Herrn, für den sie etwa von Festungen aus dessen Untertanen überwachen oder Abgaben eintreiben.
DOCH ES GIBT für junge Ritter noch eine weitere Möglichkeit, in Friedenszeiten nicht nur Geld zu verdienen, sondern auch Ruhm zu erlangen: das Turnier. Solche Wettbewerbe werden wohl bereits seit dem 11. Jahrhundert organisiert, aber erst ab etwa 1150 wird das Turnier – abgeleitet vom lateinischen Wort für „wenden“, tornare – zum zentralen Bestandteil des ritterlichen Lebens, zunächst vor allem in den Weiten von Nordfrankreich und Flandern. Zu William Marshals Zeiten gibt es in dieser Region mehr als ein Dutzend Turnierorte – Areale von jeweils bis zu 50 Quadratkilometer Größe, die meist von Wäldern und Flüssen begrenzt werden. Für die Grafen und Herzöge, die die Wettbewerbe auf ihren Ländereien veranstalten, sind die Zusammenkünfte eine Gelegenheit, um nach guten Kämpfern Ausschau zu halten und nebenbei Politik zu betreiben, Allianzen zu schmieden oder Vermählungen zu arrangieren. Vor allem aber sollen die Turniere die Großzügigkeit und das Ansehen des Veranstalters demonstrieren.
Der Prestigegewinn wiegt die Kosten auf für die Verpflegung der Ritter, die ausgelobten Preise – und die aufwendige Werbung. Denn meist ziehen Ausrufer zwei bis sechs Wochen zuvor durchs Land, um die Veranstaltungen anzukündigen. An besonders wichtige Fürsten erfolgen die Einladungen auch schriftlich. Mundpropaganda tut überdies ihren Teil. Fast das gesamte Jahr über kommt es irgendwo zu einem Turnier, zeitweilig alle 14 Tage. Für die Ritter sind die Veranstaltungen eine Möglichkeit, unter realen Bedingungen ihre Fähigkeiten zu schärfen – denn echte Ritterschlachten sind selten. Nur während der Fastenzeit vor Ostern gibt es keine Treffen.
Die Turniere sind zur Zeit William Marshals stets Massenkämpfe, dabei aber zugleich Mannschafts- und Einzeldisziplin. Denn zum einen können die Teams als Gruppe brillieren, zum anderen vermag jeder einzelne Teilnehmer die Wertung als bester Kämpfer zu gewinnen und dafür einen symbolischen Preis entgegenzunehmen, etwa eine Falkenfigur. Die Wettbewerbe sind ein Messen mit scharfen Waffen. Anders als in einer echten Schlacht aber ist meist der Einsatz von Fußsoldaten, vor allem von Bogenschützen, untersagt. Zudem geht es nicht darum, den Gegner zu töten, auch schützen die Rüstungen vor Hieb- und Stichwunden. Dennoch kommt es immer wieder zu gefährlichen Verletzungen, stürzen Kämpfer vom Pferd oder brechen zuweilen überhitzt zusammen. Es gibt sogar Todesfälle. Auch deshalb äußern die Vertreter der Kirche mitunter heftige Kritik an den Ritterturnieren, fordern Verbote. Anstatt sich gegenseitig zu drangsalieren, so die Geistlichen, sollten Ritter besser ihrem religiösen Auftrag nachkommen und Heiden bekämpfen.
Manche Kleriker verweigern getöteten Turnierkämpfern sogar ein christliches Begräbnis. Wegen der kirchlichen Kritik an den rauen Turniersitten (und weil große Fürsten die Wettkämpfe fortan häufig nutzen, um sich und ihre Höfe effektvoll zu inszenieren) wird sich das Turnierwesen im Verlauf des 13. Jahrhunderts nach und nach wandeln: Anstelle von Massenkämpfen, wie William Marshal sie noch erlebt, wird die „Tjost“ zum Kern der Wettbewerbe, das Lanzen-Duell zweier aufeinander zureitender Ritter, die versuchen, sich gegenseitig aus dem Sattel zu heben. Stumpfe Waffen werden ab etwa 1250 immer häufiger die scharfen ersetzen. Schwere Plattenpanzer, vor Beginn des Duells aufs Genaueste überprüft, schützen bald jeden der Kämpfer vor Verletzungen.
Die Regeln und Rituale nehmen zu. Kampfrichter vergeben nun sogar Haltungsnoten, je nach Schwere und Art des Aufpralls. Turniere werden mit theaterähnlichen Aufführungen verbunden, bei denen Ritter in die Rolle von Sagengestalten schlüpfen. All das aber ist zu William Marshals Lebzeiten noch undenkbar. Der junge Ritter bestreitet sein erstes Massenturnier 1166 in Sainte-Jamme nahe der Stadt Le Mans. Ein Schlachtross muss er sich zuvor leihen. Doch gelingt es ihm, während des Getümmels mehrere Gefangene zu machen. Denen bleibt nichts übrig, als sich zu ergeben und ein Lösegeld zu versprechen. Wie es sich gehört, nimmt William ihr Ehrenwort an und lässt sie für den Rest des Turniers weiterkämpfen.
Als das Turnier endet, gehören dem am Morgen noch mittellosen Ritter vier Schlachtrösser sowie einige gewöhnliche Reitpferde und mehrere Zelte und Packtiere – ein kleines Vermögen. William zieht nun von Turnier zu Turnier, wird immer besser und zunehmend bekannter. Nicht jedes Mal geht er als Sieger hervor: Einmal wird er selbst gefangen genommen und muss Lösegeld bezahlen. Ein anderes Mal wird ihm im Kampfgetümmel der Helm derart durch Hiebe verformt, dass er fast erstickt. Doch trotz dieser Rückschläge gilt er bereits um 1167 als einer der fähigsten Turnierkämpfer seiner Generation. Es wird Zeit für den nächsten Schritt.
ZU BEGINN DES JAHRES 1168 begleitet William seinen Onkel, den Earl von Salisbury, auf einen Feldzug nach Südfrankreich. Die beiden Edelleute wollen dem englischen König Heinrich II. gegen aufständische Adelige helfen. Denn der Monarch herrscht nicht nur auf der Insel, sondern auch über Gebiete auf dem Kontinent: die Normandie, die Provinz Anjou bei Paris, die Bretagne sowie, durch seine Heirat mit Eleonore von Aquitanien, auch deren Herzogtum, das ganz Südwestfrankreich umfasst. Damit gebietet er über ein Reich, das sich von den Pyrenäen bis Schottland erstreckt, eines der mächtigsten Feudalgebilde Europas. Doch gerade in Aquitanien kommt es oft zu Aufständen rebellischer Aristokraten.
William fällt gemeinsam mit seinem Onkel die Aufgabe zu, Königin Eleonore auf einer Reise durch das Rebellengebiet zu beschützen. Aber die Gruppe gerät in einen Hinterhalt der Aufrührer. Die Königin kann sich in Sicherheit bringen, doch der Onkel (dem die Zeit fehlte, seine Rüstung anzulegen) stirbt, als ihn ein Gegner mit der Lanze durchbohrt. Eine Untat! Niemand tötet einen Ritter vom Rang eines Earls – schon gar nicht, wenn er ohne Panzer dasteht. Wie „ein hungriger Löwe“, so Williams Biograf, stürzt sich der junge Ritter auf die Mörder seines Onkels. Mehrere Männer kann er niederstrecken, ehe er am Oberschenkel verwundet und gefangen genommen wird.
Königin Eleonore kauft den mutigen Kämpfer zum Dank mit einem Lösegeld frei – und beruft ihn in ihr Gefolge. Als Heinrich II. im Juni 1170 seinen 15-jährigen Sohn Heinrich zum Mitkönig krönen lässt, ist wohl auch William anwesend. Denn kurz darauf wird er zum Kampf- und Waffenlehrer des jungen Monarchen bestimmt. Doch von der Macht hält König Heinrich seinen Sohn noch fern. So verlegt sich der Thronfolger auf den Turniersport, um zumindest dort Ruhm und Ehre zu sammeln. Um 1175 beginnt er systematisch, eine Mannschaft aus Wettkämpfern um sich zu scharen. Das ist nicht unüblich: Zu dieser Zeit kaufen sich viele reiche Fürsten ihre Teams aus den besten Turnierrittern zusammen und zahlen ihnen üppige Gehälter. Und dank einer königlichen Apanage seines Vaters ist der junge Heinrich der finanzkräftigste Turnierteam-Besitzer in ganz Europa.
Wer für ihn antritt, erhält üppige 20 Schilling täglich, auch an wettkampffreien Tagen. Bald kostet Heinrichs internationale, mehr als 200 Ritter zählende Truppe rund 200 Pfund Sterling pro Tag – das entspricht dem jährlichen Steueraufkommen der Grafschaft Worcester. Kopf des Teams wird William Marshal. Seine Kämpfer zählen zwar zu den besten ihres Metiers, besitzen die eindrucksvollsten Rüstungen und Waffen, aber sie agieren zunächst eher wie undisziplinierte Einzelkämpfer, nicht wie ein Team.
Statt strategisch im richtigen Moment und gemeinsam zuzuschlagen, preschen sie auf eigene Faust nach vorn und werden so leicht zum Opfer ihrer Gegner. Auch William kann sich oft nicht beherrschen – zu sehr liebt er den Nahkampf, um taktisch abwartend vorzugehen. Die Engländer verlieren Turnier um Turnier. Die gut trainierten französischen Ritter machen sich einen Spaß daraus, Marshals Männer zu demütigen, sie gefangen zu nehmen und von Heinrich Lösegeld zu erpressen. Zuweilen teilen sie schon vor einem Turnier die erwartete Beute untereinander auf.
18 Monate vergehen so. Doch langsam wachsen die englischen Einzelkämpfer zu einer schlagkräftigen Mannschaft zusammen. Sie lernen, nicht zu früh aus dem Glied auszubrechen, die Formation länger zu halten und erst später ins Kampfgeschehen einzugreifen, wenn die anderen Teams bereits erschöpft sind. Spätestens Ende des Jahres 1177 gehört die Equipe des Thronfolgers zu Europas erfolgreichsten Turniermannschaften. Und William Marshal ist mittlerweile auch Bannerherr – er besitzt nun ein eigenes Wappen: ein Löwe auf grün-goldenem Grund.
Selbst König Heinrich II., eigentlich kein großer Freund des Turnierwesens, wird auf die Erfolge seines Sohnes aufmerksam. Und so sendet er ihn mit prachtvollem Gefolge und üppigen Geschenken zur Salbung des französischen Königs nach Reims. Und zum anschließenden Großwettkampf. Lagny, November 1179, kurz nach Turnierbeginn. Englands Thronfolger ist trotz seiner illustren Mannschaft in höchster Gefahr: Mehrere Kämpfer aus dem feindlichen Lager haben einen Kreis um ihn gebildet und versuchen, ihn zu überwältigen.
Doch jetzt stürzt sich William Marshal (der das Geschehen aufmerksam verfolgt hat) gemeinsam mit einem zweiten Ritter auf die Männer, die Heinrich angreifen; er attackiert sie mit kräftigen Hieben, während sein Partner versucht, den Thronfolger aus dem Getümmel herauszuziehen. Und tatsächlich, die Gegner lassen schließlich ab, Heinrich kann sich in Sicherheit bringen.
Diese Tat macht William noch berühmter. Und die Kunde von seiner glorreicher Rettungsaktion übersteht die Zeitläufte besser als andere Nachrichten: Wer das Turnier von Lagny gewonnen hat, weiß heute niemand. Noch drei weitere Jahre feiert das englische Team Erfolge, eilt von Sieg zu Sieg. Doch im Juni 1183 erkrankt Heinrich plötzlich an einem Fieber und stirbt mit kaum 28 Jahren, wahrscheinlich an der Ruhr. William Marshal ist in seiner letzten Stunde bei ihm.
Mit dem Tod des Thronfolgers endet auch Marshals Turnierkarriere. Das Team wird aufgelöst, und William zieht (ein letzter Wunsch des sterbenden Heinrich) ins Heilige Land und unterstützt zwei Jahre lang die dort entstandenen Kreuzfahrerstaaten. Zurück in Europa, tritt er um 1185 in die Dienste Heinrichs II., des immer noch amtierenden englischen Königs. William ist jetzt Anfang 40, und er spürt nun wohl die vielen Jahre des Kampfes. Zudem ist er wieder fast mittellos. Denn genau zu wirtschaften, Geld zu sparen, Rücklagen zu schaffen: All das sind in den Augen eines Ritters krämerische, verachtenswerte Tugenden.
William hat seine bei den Turnieren erkämpften Reichtümer immer an Günstlinge weitergegeben, sie der Kirche gespendet oder für besonders wertvolle Waffen, Pferde und Gelage ausgegeben. Doch die Geschenke sind eine soziale Investition, sie schaffen ein Netz von potenziellen Unterstützern. Marshals Ruf ist exzellent, und er verfügt über viele loyale Gönner, darunter Heinrich II. Der belohnt William jetzt mit einem Lehen. Und es kommt noch besser: 1189 vermittelt der König seinem verdienten Ritter die Hochzeit mit einer Frau aus höchstem Hause, die durch ihr Erbe Williams Besitz auf 65 Lehen vergrößert; die meisten davon liegen in Wales sowie im 18 Jahre zuvor eroberten Irland.
Als Heinrich II. im gleichen Jahr stirbt, tritt William in die Dienste von dessen zweitem Sohn Richard (den man später wegen seiner militärischen Erfolge „Löwenherz“ nennen wird). Nach Richards zehnjähriger Amtszeit steht er dessen Bruder Johann zur Seite – und nach dessen Tod wird er zum offiziellen Vormund des minderjährigen Thronfolgers Heinrich III. Noch mit 70 Jahren führt William Marshal 1217 in einer Schlacht gegen die Franzosen persönlich eine Attacke an – und gewinnt.
ZWEI JAHRE SPÄTER, im Frühling 1219, neigt sich das Leben des berühmten Ritters dem Ende zu. Tagelang ruht er auf einer Bettstatt im Herrenhaus von Caversham, seinem Wohnsitz an der Themse westlich von London, und spürt den Tod kommen. Viele Mitstreiter und Edelleute reisen an, um ihm die letzte Ehre zu erweisen, darunter der päpstliche Legat und alle großen englischen Barone. Es sind so viele Männer, dass sie längst nicht alle im Herrenhaus Platz finden. Sie lagern auf der anderen Flussseite – und der Anblick der Zelte mag den alten Ritter an seine besten Tage erinnern, an die Turniere mit dem jungen Heinrich.
Anfang April 1219 setzen die Angereisten gemeinsam über die Themse. Der zwölfjährige König Heinrich III. geleitet die Würdenträger und Ritter in die Kammer des Sterbenden. Auf seinem Lager spricht William zu Heinrich, ermahnt ihn wie ein Vater – und bittet ihn um Entschuldigung dafür, dass er sich nicht länger um ihn wird kümmern können. Nachdem die Anwesenden das Amen gesprochen haben, entlässt er sie. Es ist Abend, und er spürt die Müdigkeit. Tag und Nacht halten seine engsten Gefährten nun abwechselnd Wache am Bett.
In den kommenden Tagen verteilt William sein Erbe. Um den Übertritt ins Jenseits so befreit wie möglich zu vollziehen, halten Geistliche den Sterbenden dazu an, all seinen Besitz von sich zu geben. Vor allem aber beschwören ihn die Priester, zu beichten, zu bereuen, sich all die Namen ins Gedächtnis zu rufen, denen er in seinem Leben unrecht getan hat. Da erhebt der alte Ritter noch einmal seine Stimme und erklärt: „Mehr als 500 Ritter habe ich in meinem Leben besiegt, ihre Harnische, Waffen und Pferde genommen!“ Wie solle sich ein Mensch da an jeden Einzelnen erinnern und Buße tun?
Am 14. Mai 1219 stirbt William Marshal, der Mann, der fünf Königen gedient hat, Sieger vieler Turniere. Wenige Tage später erreicht die Kunde den französischen Hof, an dem noch immer Philipp II. residiert – jener Monarch, auf dessen Krönung 1179 das große Turnier von Lagny gefolgt war. Der König hat gerade im Kreis einiger Adeliger das Abendessen beendet. Nun gedenken die Männer reihum des Verstorbenen und erklären, William Marshal sei einer der heldenmutigsten, treuesten, weisesten Männer gewesen, die sie je gekannt hätten. Kurz: der beste aller Ritter.
Verlinkungen:
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Quellen:
Internetquellen
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Sekundärliteratur
-> Mattheis, Philipp: Ritterturnier. Um Ruhm, um Ehre und um Geld, in: Die Welt der Ritter (GEO Epoche, Jg. 2018, Heft Nr. 94), Hamburg 2018, S. 56-66.
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