Niederschlagung des Bataveraufstandes am Rhein
Zusammenfassung der Grundlagen
Im Jahr 69 n. Chr. kam es im Zuge des römischen Bürgerkriegs im Vierkaiserjahr zum sogenannten Bataveraufstand, einer Rebellion germanischer Hilfstruppen des Stammes der Bataver, die ursprünglich auf der Bataverinsel im Rhein-Delta siedelten. Acht Kohorten dieser Hilfstruppen meuterten zunächst in Mainz, nachdem Kaiser Vitellius ihre Forderungen nach höheren Soldzahlungen und anderen Zugeständnissen ignoriert hatte. Vitellius, der während der Unruhen des Bürgerkriegs in Italien Unterstützung von diesen Truppen erhalten hatte, hatte sie nach einem ersten Konflikt zurück an den Rhein beordert, um sie dann erneut nach Italien zu rufen – was sie verweigerten.
Unter der Führung des batavischen Offiziers Iulius Civilis, der zuvor im römischen Heer gedient hatte, schlossen sich die Bataver weiteren germanischen und gallischen Stämmen an. Die Rebellion eskalierte, als sie römische Lager wie Vetera (heute Xanten) belagerten und auf Unterstützung des neuen Kaisers Vespasian hofften, der jedoch nach seinem Sieg über Vitellius die Revolte militärisch niederschlug. Die Bataver kapitulierten 70 n. Chr. nach schweren Verlusten. Der Aufstand wird sowohl als Reaktion auf römische Unterdrückung als auch als Teil des Bürgerkriegs betrachtet, ohne dass klare separatistische Ziele nachweisbar sind.
Quellen:
https://rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/der-bataveraufstand-–-versuch-einer-deutung-der-revolte-am-niederrhein-6970-n.-chr./DE-2086/lido/5ff42d7b0c5278.11582508, zuletzt geprüft am 27.01.25.