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Limes

  1. Die Mauern der Wachtürme waren von außen weiß verputzt und mit roten Fugen bemalt. Mit den grellen Farben waren sie schon aus größerer Distanz sichtbar. Feinden wurde somit die römische Militärpräsenz vor Augen geführt und den Römern dienten sie als Orientierungspunkte.
  2. Die Auxiliartruppen bestanden aus unterworfenen Stämmen und damit diese sich nicht mit lokalen Aufständischen verbünden wurden sie an entlegene Orte gesendet. So kam es dazu, dass Germanen in Gebieten des heutigen Spaniens dienten und andersherum Spanier an der Rheingrenze patrouillierten. 
  3. An einigen Tierknochenfunden wurden Bissspuren gefunden. Dies lässt darauf schließen, dass die Wachsoldaten sich Hunde hielten. 
  4. Obwohl Kaiser Domitian nur kleine Gebietsgewinne gegen die germanischen Stämme erzielen konnte, ließ er sich dafür groß feiern. Er ließ Münzen mit seinem Abbild und dem Spruch ,,Germanien ist besiegt‘‘ (lat. germania capta) prägen und beanspruchte sogar erstmals in der Geschichte der römischen Kaiser den Beinamen Germanicus.

  5. Im Limesabschnitt um Dambach wurde 1894 eine spektakuläre Entdeckung gemacht. Die Limeskommission hat im Dambacher Kreutweiher ein Fundament aus 2.000 Holzpfählen entdeckt, die in den Morast gerammt wurden, um darauf die Limesmauer zu errichten.

  6. Ein kurioser Fund des Tempelschatzes von Weißenburg ist ein eiserner Klappstuhl, der sich in der Länge und in der Breite zusammenfalten lässt.

  7. Gegen Ende der Regierungszeit Kaiser Konstantins (zw. 270 u. 288 - 337) bestand das Feldheer in Gallien aus 75.000 Soldaten, von denen die meisten Germanen waren. Der immense Bedarf an Männern sorgte dafür, dass Germanen aus den verschiedenen Stämmen angeworben wurden im römischen Heer als Hilfstruppe zu dienen. Germanische Heerführer konnten in der Hierarchie aufsteigen und sorgten zusammen mit ihren Truppen für das Entstehen einer Militäraristokratie innerhalb der römischen Heeresorganisation.
  8. Spätantike Kastelle unterscheiden sich von denen der frühen und mittleren Kaiserzeit stark in der Konstruktion. Sie sind im Vergleich als festungsähnliche Wehrbauten konstruiert worden und weniger als Kontroll- und Versorgungspunkte. Ihre Mauern und Türme waren höher und auch die Fundamente lagen tiefer in der Erde, außerdem standen sie im Vergleich meist auf Anhöhen oder direkt an Flussläufen.  
  9. Den Begriff Limes im Sinne einer militärisch besetzten Grenze verwendete erstmals der römische Geschichtsschreiber Tacitus. In seinem Werk ,,Germania'' Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr. 
  10. Eine der frühesten Beschreibungen des Limes stammt vom römischen Militärschriftstellers Sextus Julius Frontinus. Er berichtete folgendes 83 n. Chr.: ,,Als die Germanen nach ihrer Gewohnheit aus Waldschluchten und dunklen Verstecken heraus die Römer immer wieder überfielen und dabei einen sicheren Rückzug in die Tiefen des Waldes hatten, ließ Kaiser Domitian mehrere breite Schneisen (limites) 120 Meilen (177,6km) in den Wald vortreiben. Er bewirkte dadurch nicht nur eine Veränderung in der Art der Kriegsführung, sondern auch, dass die Feinde, deren Schlupfwinkel er bloßgelegt hatte, sich ihm unterwarfen.''

Internetquellen: 

Sekundärliteratur:

Graichen, Gisela: Limes. Roms Grenzwall gegen die Barbaren. Frankfurt a. M. 2009. 

Reuter, Marcus; Thiel, Andreas: Der Limes. Auf den Spuren der Römer, Darmstadt 2015.