Militär
- Die Parolen im Legionslager wechselten täglich. Sie bestanden aus einem kurzen Satz und dienten als Sicherheitsvorkehrung. Für den Fall eines feindlichen Angriffs, bspw. bei Nacht, konnten sich die Legionäre schnell anhand der Parole erkennen.
- Die Beförderung zum Zenturio benötigt die Empfehlung des Legaten oder des Statthalters und muss anschließend vom Kaiser bestätigt werden.
- Es gibt unterschiedliche Marschgeschwindigkeiten im römischen Militär. Der ,,militärische Schritt'' ist ein schneller Marsch von 6,8 km/h. Die normale Geschwindigkeit lag allerdings bei ca. 4-5 km/h.
- Römische Legionen waren nummeriert und besaßen neben auf den Standarten Legionsadler. Wurde eine Legion aufgerieben, sodass der Legionsadler verloren ging, wurde sie nicht mehr aufgestellt und die Nummer nicht mehr vergeben.
- Die gut ausgebauten Straßennetze der Legionen am Limes wurden den Römern zum Verhängnis, weil auch germanische Stämme über die gut ausgebauten Wege schnell ins Limeshinterland eindringen konnten.
- Die Selbstversorgung der Truppen am Limes ist durch einige Funde belegt worden. Ihr Brot stellten sie selbst her und außer Getreideresten wurden auch Rückstände von Linsen, Erbsen, Gerste, Hirse, Dinkel und Nacktweizen gefunden. Daraus stellten sie Getreideeintöpfe und Hülsenfrüchtebreis her. An manchen Stellen hielten sie sogar Schweine.
- Die Truppenstärke des Römischen Reiches zur Kaiserzeit belief sich auf etwa 400.000 bewaffnete Soldaten, mit 180.000 in den Legionen und 220.000 in den Auxiliareinheiten. Am Limes befanden sich circa 10.000 Legionäre an den Standorten Mainz und Straßburg und darüber hinaus weitere 30.000 verteilt auf die Garnisonen am Limes.
- Berittene Legionen konnten tägliche Distanzen von 60-100km zurücklegen. Dementsprechend groß war das Gebiet der Vorfeldaufklärung der Reitereinheiten.
Quellen:
Matyszak, Philip: Legionär in der römischen Armee. Der ultimative Karriereführer, 4. unveränderte Auflage, Freiburg im Breisgau 2024.
Schallmeyer, Egon: Der Limes. Geschichte einer Grenze (Beck Wissen Nr. 2318), 4. aktualisierte Auflage, München 2023.