Geschichte des Bauernkrieges
Inhaltsverzeichnis
1. Bauernkrieg vor 500 Jahren: 5 Dinge, die Sie wissen müssen
1. Bauernkrieg vor 500 Jahren: 5 Dinge, die Sie wissen müssen
Ein Drama, das bis heute nachwirkt: Vor 500 Jahren proklamieren Bauern in Süddeutschland mehr Freiheit und Mitsprache. Die Aufständischen treten mit Mistgabeln gegen Kanonen an. Martin Luther schlägt sich auf die Seite des Adels. Es endet in einem Blutbad.
Heute ist Freiheit in Deutschland im Grundgesetz verankert, von den meisten wird sie als Selbstverständlichkeit gesehen. Im Jahr 1525 blüht die Idee von mehr Freiheit nur ein paar Monate. Schon zuvor hatten sich, ermutigt von den umwälzenden Gedanken der Reformation, einzelne Gruppen von Bauern in Mittel- und Süddeutschland erhoben – gegen die Ausbeutung durch Adel und Kirche.Sie überfallen Klöster und Städte und schrecken vor Gewalt nicht zurück. Den einfachen Männern gelingt jedoch auch Unerhörtes: Sie formulieren Forderungen, denen Gedanken von Freiheits- und Menschenrechten zugrunde liegen. Stoff für eine Revolution, doch das Vorhaben scheitert weitgehend.Die Rache der Obrigkeit ist fürchterlich. Die aufständischen Bauern werden an verschiedenen Orten „niedergemacht“. Die Zahl der Todesopfer wird auf 70.000 bis 100.000 geschätzt. Die Sieger bestimmen die Geschichtsschreibung und stempeln die Bauern mit den Worten Martin Luthers als „mordende und plündernde Horden“ ab – kaum ein Wort zu deren Zielen. Auf Freiheit müssen die Deutschen danach lange warten.Inhalt
1. Bauernkrieg – Lehren für heute
Oxford-Historikerin Lyndal Roper ist überzeugt: Herausforderungen, die die Bauern damals bewegten, sind noch heute aktuell. Dazu zählt sie die Frage, wie man die Ressourcen der Erde zum Nutzen aller schützt – eine ökologische Dimension, eng verknüpft mit dem damals tiefen Glauben an „Gottes Schöpfung“.

